Neues aus dem Infusionszimmer #3

Infusion Nummer drei stand an. Und dieses Mal wollte ich zu meiner Ärztin! Immerhin hatte ich frei und konnte so in Allerherrgottsfrüh (9 Uhr Morgens) zur Medizinfrau. Meine Hausärztin hatte noch keinen Patientin und war selbst am Empfang. Also die 10€ gezahlt und mein Monatsrezept geholt und dann der Dame den gelben Zettel gegeben.

Frau Dr.: „Sie wissen, dass es sich um eine Selbstzahlerleistung handelt?“

Praktikon: „Japp. Ist das letzte Mal heute, habe es drei Mal verordnet bekommen.“

Frau Dr. „Ohne Kortison?“

Praktikon: „Ja, hab ich mich auch schon gewundert…“

Frau Dr.: „Ok, ich muss es dann nur noch bestellen, es ist am Montag dann da!“

Praktikon: „Urghs… ähm ok brauchen sie nicht, ich will die Therapie ungern unterbrechen, ich frage bei einem anderen Arzt nach, aber vielen herzlichen Dank!“

Also drei weitere örtliche Ärzte abgeklappert und einen weiteren im Nachbarort. Die HNO-Ärzte waren überfüllt und die Praxishelferinnen schmissen mich schon bevor ich etwas sagen konnte wieder raus. Die Hausärzte hatten es nicht. Also wieder auf in die Bereitschaftspraxis. Fall erklärt, Infusion bezahlt und ab in den Raum.

Ein junger, fescher Arzt kam rein, plauderte ein wenig mit mir über München (ich war einer der ersten Patienten des Tages) und legte mir fix den Zugang. Und von draußen kam Livemusik von zwei Männern mit Trommeln. (Praktisch so ne liege am Fenster), als diese von der Polizei wegkomplimentiert wurden war es erstmal ruhig. Und ich sah, dass in gut 15 Minuten das erste drittel der Infusion schon in mir war – Wow, dachte ich nur. Und plötzlich kam wieder Musik an meine Ohren – drei Jugendliche mit neonfarbenen Caps schafften es mich mit ihren Handys bis in den dritten Stock zu beschallen. Sehr… angenehm… Und da kamen meine Freunde die Gesetzeswächter wieder.

Und ehe ich mich versah war die Infusion leer. Wow. Etwas mehr als 30 Minuten später war ich durch – unglaublich. Wenn man das mehrstündige Infusionsdrama am Tag zuvor bedenkt, einfach genial. Um einem Fünfer leichter, der ist nämlich in die Kaffeekasse gewandert, verließ ich dir Praxis und möchte allen Arzthelferinnen und Ärzten welche in Bereitschaftspraxen arbeiten nur noch eines sagen:

Richtig fett Danke! 

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