Archiv für den Monat August 2012

Wo genau bin ich nochmal gelandet..?

Aufgeregtes Geschwätz herrscht. Wir sind viele, denn heute sind alle Betten belegt. Der Mitarbeiterkaffee war auch schon einmal besser aber darüber lässt sich hinewegsehen.

„Station 3 bräuchte noch ein wenig Unterstützung!“, ruft eine Kollegin aus. Zwei Leute gehen gemütlich los richtig automatische Türe. Ich trage rosa, genauso wie fünf andere Leute, wieder andere Tragen burgunderrot, die nächsten blau, vier grün und eine handvoll schwarz. So lassen sich die einzelnen Abteilungen super auseinanderhalten.

„Miiilch, wo ist die miiiiilch… ohne krieg ich das nicht herunter!“, jammert jemand. Ebenfalls in Rosa. Johanna, eine Kollegin.

Plötzlich geht’s los. An jedem Gürtel leuchtet ein Lichtlein am Haustelefon auf, alle schnappen sich einen Wagen und rennen los. Jetzt muss alles schnell gehen, sobald das Signal kommt muss in 15 Minuten alles gelaufen sein, sonst wars das. Aus die Maus. Finito.  Tumult an den Türen, Wägen werden knapp. Einige tragen große Behältnisse in der Hand mit allerlei Dingen. Ein blau gekleideter junger Mann haut noch eine Packung Pflaster auf den Wagen vor sich.  Jeder Handgriff muss jetzt sitzen.

Was los war? Das war 2011, Dezember. So sah die „Pause“ bei meinem ersten großen Bankett aus. Alle Abteilungen versammelt und alle stets auf Abruf. Die Haustelefone wie Pieper am Gürtel. Rückblickend betrachtet könnte die Szene so ähnlich auch in einem Krankenhaus stattgefunden haben. Allgemein, hat der Dienst am Menschen und der Dienst am Gast doch einige parallelen. Ich sollte vielleicht mal die Branche wechseln?

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Warum Klosteine für das persönliche Wohlbefinden wichtig sind

Der hat jetzt nen Sockenschuss! Eindeutigst! Bloggt der jetzt ernsthaft über KLOSTEINE?

Oh ja, das tue ich! Denn Klosteine sind essenziell für den Menschen! Seid ihr denn nicht mal nach einem Konzert heimgekommen und musstet erst einmal ganz dolle die Sanitäreinrichtung liebkosen? Gut, ich bisher auch nicht. Aber ich habe gerade die Nebenwirkungen von einem ganz tollen Medikament, das laut Apothekerin und Ärztin „nahezu nebenwirkungsfrei“ ist.

Aber bei einem solchen intimen Moment sollte man stets auf Qualitätsklosteine achten!  Billige Klosteine und die allerteuersten neigen dazu, äußert chemisch zu sein. Außerdem muss das Gestell auch einiges aushalten – abgestützte Hände und es sollte nicht zu grobmaschig sein, damit sich keinerlei Rückstände darin verfangen. Es empfehlen sich hier Frische-Siegel, wobei auch diese teils sehr künstlich riechen. Trotzdem empfinde ich diese am angenehmsten, da der Limettenduft auch nicht zu penetrant wirkt und das glasklare grün auch irgendwie… beruhigend. Jedoch sei gewarnt, Klosteine sind in keinem Zustand zum Verzehr geeignet!

Wie dem auch sei, ich profitiere nun, genauso wie hunderte anderer Menschen, gleich wieder von meinem Klostein. Ein hoch auf das Wort „nahezu“!

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Bitte warten Sie… die nächste Antwort könnte ihre sein!

Ich hab Bewerbungen fürs Praktikum nach meinem Kurs geschrieben. Und an einer bin ich besonders interessiert. Und ich warte, warte, warte und warte auf eine Antwort. Ist das jetzt keine Antwort und als Absage gemeint? Kommt da noch etwas?

Ich meine mir geht es darum, Praxiserfahrung zu dem zu sammeln was ich im Kurs lerne, also werde ich im Endeffekt eine Gratisarbeitskraft sein – also sind die Wahrscheinlichkeiten genommen zu werden doch nicht so gering, oder? Oder mögen die Betriebe keine Kurzzeitpraktikanten? Warte ich einfach zu kurz? Ist eine Woche noch zu wenig Zeit?

Die meisten Bewerbungen habe ich online geschrieben – ich aktualisiere meinen E-Mail-Eingang kontinuierlich.

Maaaaaaaaaaaaaaaan… antwortet mir! Und wenn es ne Absage ist, ich will eine Antwort!

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Nachbarschaftsliebe

Mein Schlafzimmerfenster zeigt ja direkt zu unseren herzallerliebsten, wohnanlageneigenen Unrataufbewahrungsstationen.

 

Aber welcher meiner Nachbarn kommt jeden Tag zwischen 1:30 und 2:00 auf die Idee seinen Müll runter zu bringen? NACHTS? Die sind ja schlimmer als ich!

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McGuyver goes Criminal

Wie ich auf die Überschrift komme?

Ganz, ganz einfach – Jemand ist bei mir eingebrochen! Durch das gekippte Fenster!

 

 

Und dieser Jemand war ich.  Ich habe nämlich meinen Schlüssel vergessen und deswegen stand ich vor verschlossener Tür. Also ums Haus herumgeschlichen und gesehen – Aha! Da ist ein Fenster gekippt. Gut, wie kriege ich ein gekipptes Fenster auf.

Erster Versuch, mit der Hand durch den Spalt. Ergebnis: Roter Streifen am Arm. Möglichkeit für Notamputationen im Kopf behalten.

Zweiter Versuch, die Vorhangstange von den kleinen Minivorhängchen rausziehen und versuchen damit den Griff umzudrücken. Ergebnis: Eine verbogene Vorhangstange.

 

Gut, also wird überlegt. Da steigt in mir eine verdrängte Kindheitserinnerung hoch – nämlich wie mir mal ein Fensterflügel entgegenkam! Denn unsere Fenster haben einen bestimmten Punkt, welchen man drücken muss während der Griff auf 45° steht – dann kann man sie aus den Angeln heben. Perfekt! Brauche ich nur noch etwas um den Hebel umzudrücken…

Ich durchsuche das nahegelegene Gartenhäuschen. Später zieren mein Inventar: Ein Klappspaten, eine alte Handcreme, ein Schwingschleifer, 13 tote Fliegen, ein altes Kabel (grün), Straßenmalkreide, eine verbogene Vorhangstange mit Loch.

Der Klappspaten und der Schwingschleifer outeten sich als zu breit für den Spalt im Fenster. Die Straßenmalkreide war nicht biegsam genug und die Handcreme… eingetrocknet, also nutzlos. Die toten Fliegen wollten auch nicht mehr Recht auf meine Befehle hören.

Mist.

Blieb nur noch das alte Kabel. Aber was will ich mit einem alten Kabel und einer Vorhangstange mit Loch, durch welches das Kabel perfekt hindurchpasst? Etwas so nutzloses habe ich schon lange nicht mehr gehabt!

 

 

Doch dann kam mir eine verwegene Idee! Man könnte mit dem Kabel eine Schlaufe bilden und es an der Stange festbinden, die Schlaufe dann mit Hilfe der Stange als „Angel“ über den Griff legen und dann daran ziehen. Aber ob das klappt?

Lange Rede kurzer Sinn: Es hat. Und jetzt hab ich so eine leise Ahnung wie sich ein Chirurg bei einem laparoskopischen Eingriff fühlen könnte – zu kleine Eintrittstelle für zu große Geräte. Also schnell auf den Punkt am Fenster gedrückt, es herausgenommen, reingeklettert (wunderhübsche Rosen, ich liebe eure Dornen!), wieder eingesetzt, aufgeräumt und die Bilanz der Verwundeten festgehalten: Zwei unschuldige Gläser welche im Weg des Fensters standen und davon vernichtend weggeschlagen wurden und von der Schwerkraft Richtung Boden und so in ihren sicheren Untergang gezogen wurde und eine Vorhangstange welche ihren Heldentod im Krieg um den Fall der Glasbarriere fand – aber sie eignet sich jetzt wunderbar um Vorhänge in rechteckigen Fenstern einzuhängen!

 

Auf den Schrecken erstmal einen Virgin Sunrise.

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