Ein Aufschrei auf der Abifahrt

Abifahrt ist ja immer so ein Erlebnis, wo man in der Gesellschaft von meinen Freunden sehr schnell sehr betrunken wird (… gut, dass unser Zimmer 90% des Alkohols bevorratete schiebe ich einfach Mal darauf, dass ich Bartender bin und mehr als Vodka kenne). Betrunken stellt man des öfteren Dinge an, welche nicht so pralle sind. Nüchtern betrachtet dann erst recht.

Aber gehen wir Mal in die Situation die ich genauer erzählen möchte: Klein Praktikon spielt mit den Freunden aus seiner Klasse und ein paar Leuten aus der anderen Klasse Wahrheit oder Pflicht. Von lustigen Pflichten – wie Heiratsanträge machen – gab es auch eine Skandalpflicht: Praktikon sollte einem Jungen (nennen wir ihn Dave) einen Lapdance geben. Natürlich macht klein Praktikon das. Und Dave schaut klein Praktikon dabei direkt in die Augen – mit seinen wunderschönen, braunen Augen. Er entwickelt dabei einen dieser Dackelblicke, denen man(n) nur schwer widerstehen kann. Der Praktikon geht also mit seinem Gesicht ganz nah an das seine – und wieder weg. Das Spielchen wiederholt er noch ein Mal beim Tanzen. Wenn er mehr will, soll er zugreifen, aber zu weit gehen will klein Praktikon nicht. Und Praktikon macht das Spielchen noch ein drittes Mal – und das nächste woran Praktikon sich erinnern kann, ist die Zunge von Dave in seinem Mund. Und umgekehrt. Ein Gekicher geht im Raum herum. Kurze Zeit später springt Dave auf und geht eine Rauchen.

Nun, wären wir nur in der kleinen Runde von ein paar Freunden gewesen, wäre das nicht weiter schlimm. Leider waren wir im Gemeinschaftsraum wo nahezu alle Schüler beider Klassen waren… und der betreuende Lehrer (der das ganze eher locker sah und den Moment der Verwunderung nutzte seine Mitspieler bei einem Kartenspiel zu schlagen). Und wir waren übrigens in einem Haus, welches der Kirche gehörte. Wäre das nicht genug, meint Praktikon auch noch anhänglich zu werden. Erst kuschelt er sich leicht an Dave ran, was dieser erst noch entgegnet, bis er sich loslöst und plötzlich abhaut. Von Freunden, dem Alkohol und dem Gedanken daran, heute Nacht nicht alleine ins Bett zu müssen, geleitet folgte Praktikon kurze Zeit später in den Gebetsraum (welchen wir umgebaut hatten zu einer gemütlichen Lounge) wo es zu weiteren – sehr peinlichen – Annäherungsversuchen kam.

Erkenntnis des Abends:  „Du brauchst keine Angst vor mir haben“, ist kein guter Flirtspruch. Insbesondere wenn du mit Heten flirtest. Und ich muss öfters Mal wieder Flirten – eindeutig.

Aber ich kann froh sein, dass er keine Frau war. Sonst hätte ich sicher für einen – oder mehr – #Aufschrei gesorgt.

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2 Gedanken zu „Ein Aufschrei auf der Abifahrt

  1. hijack sagt:

    OmG, OmG, OmG, ich würde ja fortan im Boden versinken. oO (Okay, nicht, dass ich im Suff nicht auch schon Aktionen gebracht hätte, die äääääh grenzwertig waren. *hust*)

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