Archiv der Kategorie: Bürokrawahnsinn

Mein Paket ist da!

So jetzt war ich auf der Post und habe das Paket geholt. Ich durfte sage und schreibe 30 Minuten warten – denn es war genau ein Schalter offen und die Kunden standen raus bis auf die Straße! Glücklicherweise war ich in einem ruhigen Moment da, denn kaum war ich fertig sah ich, dass die Schlange um etwa 40% länger war als vorher.
Nun, aber was war in diesem ominösen Paket eigentlich drinnen?
Es war ein Paket von der DHL. Mit meiner DHL Karte und drei Zetteln drinnen. Nein, ein Brief hätte es nicht getan, auch wenn mir sogar meine Bank dickere Briefe schickt. Oder die Packstation – wegen der sie mir das Paket gesendet haben – als Aufbewahrungsort war auch nicht gut genug.

Liebe DHL – im Ernst?

Ich habe das Briefpäckchen gleich in der Post auf gemacht und eine hübsche Delle in die Wand dort geschlagen. Mein Kopf tut immer noch weh, Tischkanten sind für so etwas eindeutig besser geeignet.

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Deutsche Pappnasen

… oder für was steht das DP beim nationalen Briefträgerverein? Ich hoffe doch für Pappnasen. Ich bin vom örtlichen Kuverfetischistenklub ja sehr viel gewöhnt, aber heute haben sie mich echt auf die Palme getrieben. Ich komme heim, sehe den gelben Wisch im Kasten und denke mir „Aha, meine Lernunterlagen, endlich!“. Mein Paket ist somit nur 10 Fahrminuten mit dem Rad und 20 Anstehminuten von meiner Höhle entfernt. Und da wir erst 11 Uhr haben, kann ich mir gleich dann bei dem leckeren Chinesen daneben was zu Essen holen. Guter Plan, aber ich habe meine Rechnung ohne die örtliche Briefmarkenbeobachterorganisation gemacht – denn diese hat sich entschieden, genau heute ohne großartige Ankündigung ihren Betriebsrat zu versammeln. Und dabei muss man ja die Filiale zu machen. Komplett. Sogar den Bank-o-Mat haben sie eingesperrt. Also bei der Chinafrau schnell was zum trinken mitgenommen und zur nächsten Filiale in der Stadt – welche nur Pakete annimmt aber keine abgibt. Mit einem Blick auf meinem Zettel meinte der Herr hinterm Schalter dann: „Wissen ’se, da müssen ’se rüber innä ander Städt, nech? Da drüben, dat Nebenandorf!“

Ja. Ne. The Fuck? Was macht das Paket DORT?!

Okay, auf zum Bahnhof. S-Bahn knapp verpasst. Warten. S-Bahn erwischen. Scheiße, Mittagsverkehr! Lauter Menschen und es ist dabei auch noch richtig schwül! Aber hey, endlich die Station von Nebenandorf. Und die Post ist auch noch direkt am Bahnhof! Jackpot!

Also rein in die Post, 15 Minuten warten, gelben Zettel hingehalten und die Frau geht das Paket suchen. Ich bin so kurz vorm Ziel als sie zu mir zurück kommt und mich mit großen brauen Augen anschaut: „Sie wohnen aber schon in Nebenandorf?“ „Nee ich wohne in Heimatkaff!“ „Dann müssen sie zur Filiale dort!“ Mir entgleisen die Gesichtszüge: „Aber da steht eindeutig Nebenandorf! Und Heimatkaff hat zu!“ „Ihr Paket ist trotzdem dort!“ Meint die Dame, drückt mir den Zettel in die Hand und wendet sich dem nächsten kunden zu.

 

Näää, oder? Haben sie kurz was dagegen wenn ich in ihre Tischkante beiße? Ich versuche auch eine weniger sichtbare Ecke anzuknabbern.

Ich ziehe also geknickt von dannen und schaue nochmal an der heimischen Hundefeindefront vorbei, ob sie nicht zumindest am Abend auf machen. Leider nein. Ich darf also morgen Nachmittag nach der Arbeit noch einmal hinhetzen wegen der tollen Öffnungszeiten (Werktags sogar bis 16 Uhr!!) und mein Paket holen. Wirklich, sehr toll. Mal wieder. Gott sieht meine Tischkante gerade verführerisch aus.

 

P.S.: Alle die für die DP arbeiten sollen sie sich nicht all zu sehr angegriffen sein, aber denkt doch mal bei manchem wahnsinnigen Organsiationsplan auch mal ein wenig an die Kunden – immerhin habt ihr unser Paket auf das wir seeehnsüchtigs warten 😉

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Kartenwahnsinn

Ich bin ja immer ein wenig chaotisch, aber meine Bank ist noch etwas chaotischer. Der lebende Beweis ist diese Geschichte.

Ich hatte es geschafft meine EC-Karte in einer Filiale meiner Bank vergessen. Also rufe ich paar Tage später dort an, ob die Karte gefunden worden sei – ja ist sie und an die Hauptverwaltung geschickt worden, die ich anrufen soll deswegen. So rufe ich also bei der Hauptverwaltung an. Die Karte ist dort aber noch nicht. Aber wenn sie dort ist, sollte sie an meine Filiale weitergeschickt werden, welche sie an mich weiterschickt. Dauer: Etwa eine Woche. Gut. Also wird gewartet.

2 Wochen später

Meine Bargeldvorräte sind langsam aber sicher leer. Sehr leer. So leer, mein Geldbeutel könnte ein schwarzes Loch sein. Also muss ich innerhalb der Öffnungszeiten bei der Bank sein und dort mit Personalausweis und Kontonummer Geld abheben. Nun, ich besuche die Schule und gehe nebenher arbeiten, an sich nicht schlimm, zumal ich gerade Ferien habe, wenn die einzige Filliale der Bank am anderen Ende der Stadt wäre (die Bank gehört jedoch zur Vielebankengruppe™ gehört und ich deswegen immer bei der Bank um die Ecke an den Automaten gehe). Und meine Arbeit am anderen anderen Ende. Und dazwischen muss ich irgendwie auch immer nach Großkuhdorf pendeln um zur Schule zu kommen (wobei ich dies nur noch zwei Mal die Woche machen muss – Seminarphase rockt!). Und da die Bank auch nur Montag bis Freitag von 8 bis 16 Uhr offen hat, wird es zeitlich wirklich eng. Aber gut, wird halt in die Bank gehetzt (vor der Arbeit, schick in Hemd und Anzughose), die Schlange verflucht und am Ende die Schalterfrau mit einem netten Lächeln um einen Fuffi vom Konto gebeten. Ach und ob meine Karte denn schon angekommen sei. „Wie? Ihre Karte? Ich schau mal nach… Nein, die haben die in der Hauptfiliale noch.“ Ich glaube ich hab die Frau in dem Moment angeschaut wie ein Hirsch die Autoscheinwerfer. „Aber… sie können doch einmal anrufen, hier die Telefonnummer. Ich drücke ihnen die Daumen.“ Und so wurden ich und mein Geld hinauskomplimentiert. Am nächsten Tag also angerufen und nach zehn Minuten in der Warteschleife erfahre ich, meine Karte wurde deaktiviert. „Möchten sie denn wieder eine Karte haben?“, fragt mich die nette Dame. Natürlich wollte ich das!

So und langer Post kurzer Sinn: Die Karte ist seit einer Woche da. Fehlt nur noch der PIN, welcher (laut meiner Filiale) das Postzentrum heute verlassen sollte.

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