Archiv der Kategorie: Schulwahnsinn

Abinoten

Schulstadt, 15:07 morgens, Praktikon betritt die Szenerie.

„Ahh Praktikon, nur 7 Minuten zu spät!“, werde ich von dem Klassenleiter begrüßt. „Bevor du an deinen Platz gehst, hier deine Noten.“

Herzklopfen.

Ich schaue auf den Schnipsel auf den meine Jahresfortgangsnoten, meine Prüfungsnoten, meine Übertrittsnoten und mein Notenschnitt stehen.

Ich überfliege es schnell.Mein Herz steht einen Moment still.

Ich stehe immer noch vorne, recke beide Arme in die Luft und schreie: „BESTANDEN!!!!!“, rausche zu meinem Platz, nehme meine beiden Banknachbarinnen in den Arm und spüre wie ein kleiner mittelriesiger Mount Everest mir von der Brust genommen wird. Keine fünf Sekunden später steigen mir, als ich es wirklich realisiere, die Tränen in die Augen. Kurz geschluckt, die Tränen weggewischt und sich einfach nur gefreut – ich hab’s ernsthaft geschafft.

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Angst

Ich denke die meisten meiner Leser werden dies bereits erlebt haben, die Angst nach den Abiturprüfungen. In drei Tagen ist es soweit, ich erhalte meine Noten.

Ich habe Angst.

Momentan habe ich das Gefühl, dass mein Leben an allen Ecken und Enden bröckelt. Ich habe keinen Freund, wurde von dem letzten Mann, den ich als potentiellen Partner festgehalten habe weggestoßen. In einem Jahr spätestens muss ich ausgezogen sein. Ich habe einen Job (darüber erfahrt ihr nach dem Abi mehr) der mit dem Abi steht oder fällt. Meine beste Freundin zieht nach ihrem bestandenen Abitur weg. Ich habe Angst die Vorurteile, mit denen ich in meiner Jugend konfrontiert wurde zu bedienen. Ich habe Angst, so dumm zu sein, wie es die Statistik mir vorgibt zu sein.

Denn was bin ich? Das Kind eines Bürokaufmannes und einer Hausfrau ohne Abschluss und ohne Ausbildung. Was erwarte ich mir? Abitur? Studium? Ich? Sohn einer Familie die es mit Glück in die obere Mitte der Mittelschicht geschafft hat? Mit dem bisschen Bauernschläue das in meinen Genen vorherrscht?

Es sind Gedanken die ich eigentlich schon längst widerlegt habe, Gedanken, die ich schon letztes Jahr das Lügen gelehrt habe, als ich meine Fachhochschulreife erworben habe – und das mit Nebenjob und Faulheit. Doch ich habe Angst. Ich habe Angst all das zu bestätigen was man mir irgendwie immer vorhält – und eigentlich doch nicht. Zwar waren meine Lehrer in der Realschule immer der Meinung, dass ich jetzt nicht unbedingt der Überflieger wäre, doch keiner davon hat meinen Intellekt hinterfragt, ja teils sogar gefördert und mir gezeigt, dass ich es weiter schaffen könnte, wenn ich gefragt hatte. Ich hatte mit Referendaren über mein Ziel geredet, eines Tages selbst Englischlehrer zu werden und Schülern die Schönheit dieser Sprache zu zeigen. 

Aber ich habe Angst. Wenn ich mein Abitur nicht bestanden habe, was wäre ich für ein Lehrer? Wenn ich mein Abitur nicht bestanden habe, bin ich dann nicht so dumm wie man mir im Lebensweg gezeigt hatte? Sollte ich dann nicht lieber eine Ausbildung machen? Bisher ist mir im Leben immer alles zugeflogen. Die mittlere Reife, die Fachhoschulreife, mein Barschulabschluss, mein neuer Job, all das, dass ist nichts wofür ich das Gefühl hatte wirklich gearbeitet zu haben. Und das Abi, das bin ich irgendwie genauso faul angegangen. Aber ich habe dieses Mal das Gefühl so sehr versagt zu haben. So eine Angst, diesen Abschnitt meines Lebens, der sich so anfühlt als würde er alles entscheiden, nicht geschafft zu haben.

 

Was würde der 10-jährige Praktikon nur von mir halten, wenn er wüsste was aus mir geworden ist.  Damals war ich mir so sicher, dass ich es irgendwann meiner Lehrerin zeigen würde, dass ich mein Abitur trotzdem mache. Was würde der 14-jährige Praktikon über mich denken, der Praktikon, der gerade kurz davor ist als Zweitbester die 8. Klasse abzuschließen? Was würde der 15-jährige Praktikon denken, gerade irgendwie verängstigt, mit geschwänztem Quali und der Angst nicht in die 10. Klasse zu kommen? 
Was würde der letzjährige Praktikon von mir halten, der mit so einer Selbsticherheit in die Prüfungen gegangen ist, weil er mit seinem Schnitt von 1,9 sich jede Note erlauben konnte außer 0 (weil ich dann auf Grund der Prüfungsordnung durchgefallen wäre)? Warum konnte ich nicht fokussiert lernen? Warum habe ich mich nicht auf mich besinnt? Warum habe ich mich dem Selbstmitleid wegen eines Mannes hingegeben, der es nicht Mal wert ist, dass ich mir wegen ihm meine Zukunft verbaue?

 

Ich habe Angst. Ich fühle sie immer weiter in mir hochsteigen. Die Frage danach, was ist wenn ich nicht bestanden habe, bestimmt immer mehr meine Gedanken.

Ich habe Angst, und dieses Mal ist an dieser Angst niemand anders mehr als mir selbst schuld. Ich habe Angst, was ist wenn ich nicht bestanden habe. 

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Abi! Abi! ABITUR!

Und plötzlich ging alles so schnell. Ich bin am Freitag in die Prüfung rein und es fühlte sich an wie eine einfache Schulstunde. Dann war es vorbei.

Das Niveau wurde im vergleich zum letzten Jahr angehoben – dafür war das Essay in einem Themenbereich den ich sehr gerne mochte (Essen)… leider habe ich mich prompt in der Zeit vertan, weil ich hundertmilliarden Ideen hatte. Mist aber auch.

Als ich den Zettel abgegeben hatte ging um mich herum das Gekreische los. Einer fing sogar das Weinen an. Ich wusste nicht, ob ich Lachen, Schreien oder Weinen soll. Aus zwanzig Lernzombies die Tage zuvor in der Bibliothek bei teils schönstem Wetter gesessen sind und gepaukt haben, wurden plötzlich wieder zu höchst lebendigen Anfangzwanzigjährigen.

Dann ging es zum Feiern am örtlichen See, der ganze Zug lief los und verteilte sich aber erst Mal auf verschiedenste Dönerbuden, Frittenstände und Burgerläden um hinterher geschlossen sich aufm zum See zu machen, wo bereits alles vorbereitet war (dieses Jahr musste es organisiert und angemeldet werden, statt als spontane Feier stattzufinden).

Aus Gründen der Diskretion und der Bewahrung der letzten Reste meiner Würde bewahre ich die Details für mich. Sollte trotzdem jemand meine blauen Schuhe finden, wäre ich erfreut, wenn er/sie/es sich bei mir melden würde.

Und jetzt bin ich seit vier Tagen, an sich, fertig und bange der Notenvergabe entgegen und… freue mich einfach. Mein Leben geht auf ein Mal so schnell weiter und alles geht Schlag auf Schlag, das wird sicher eine interessante Zeit!

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Rückblick: Meine Abschlüsse

Nachdem ich Morgen meine letzte Abiturprüfung habe, dachte ich ein kleiner Rückblick auf meine letzten Abschlüsse wäre doch ganz nett. In chronologischer Reihenfolge. Warum? Weil ich irgendwas mit dem Adrenalin in meinem Blut anstellen muss, denn morgen ist’s eh nur noch Englisch 😀

Grundschulabschluss

Wir könnnten es Mal mit der Realschule probieren, wenn sie wollen…

Das war der Satz mit dem meine Grundschullehrerin meine Eltern zum ersten Halbjahr beglückte.  Zu mir meinte sie damals nur, ich solle doch erst Mal darüber nachdenken ob ich es auf die Realschule packe, bevor ich auch nur irgend einen Gedanken an das Gymnasium verschwende. Hach, diese Pädagogen. Da war ich echt in meinem kindlichen Stolz verletzt und wurde bockig, also hab ich mir den Arsch aufgerissen – damit das Ruder rumgerissen und (vermutlich auch mit ein wenig guten Willen lehrerseits) es dann mehr als lockerflockig geschafft.

Abschlussschnitt: 2,30.

Ja genau, ich hätte also auch locker aufs Gymnasium wechseln können! Habe mich dann aber selbst für die Realschule entschieden, auch wenn meine Eltern mich lieber auf dem Gymnasium gesehen hätte, ich wäre aber der zweite G8-Jahrgang gewesen und ich wollte nicht weiter so krass viel Lernen wie für den Übertritt. Auch wenn ich nur einer von fünf Schülern meiner Klasse war, die nicht auf das Gymnasium wechselten, bin ich bis heute noch froh über die Entscheidung, ich denke spätestens in der 7ten oder 9ten wäre ich dann nämlich eh auf der Realschule gelandet. Und auch wenn die Realschule keine leichte Zeit war, hat sie mich doch zu dem gemacht der ich heute bin.

Qualifizierter Hauptschulabschluss

Ja, wie jetzt? Quali? Ja, ich habe in der neunten Klasse Realschule mich für den Quali angemeldet, weil ich keinen Bock mehr auf Schule hatte und meine Noten zu dem Zeitpunkt eh ein schweres durchkommen durch die Zehnte prophezeit hätten.  In der 8ten noch Klassenzweitbester war in der 9ten meine Trotzphase auf dem Höhepunkt – dann kam noch der Alkohol langsam mit ins Spiel und zu Hause liefs auch nicht mehr so ganz rund. Im Unterricht bestanden meine Hauptaufgaben, wenn ich da war, aus Musik hören, Malen, Schlafen oder Lehrer und Mitschüler mit verschiedensten Dingen abwerfen. So bin ich im Endeffekt vom Musterschüler zum Problemschüler in nicht Mal einem Jahr geworden. Also Quali anmelden, dann hat man zumindest was in der Hand wenn man fliegt.

Abschlussschnitt: 0,00

Aber ich hatte dann einfach keinen Bock auf Lernen und noch weniger auf Prüfungsstress, also hab ich dann zwar noch versucht die Prüfungen als Grund zu nutzen um Blau zu machen, dieser Plan wurde dann aber von meiner Mutter vereitelt.

Mittlerer Bildungsabschluss

Also musste ich doch weiter machen. Zähne zusammenbeißen und durch… oder so. In der Zehnten war meine Motivation wieder etwas über dem Gefrierpunkt, gelernt hab ich trotzdem nichts, aber ich habe aufgehört die Lehrer zu provozieren (die meisten zumindest) und weniger häufig Musik im Unterricht gehört – teilweise sogar aufgepasst! (Bleibt einem auch nichts anderes übrig wenn man direkt am Overheadprojektor sitzt). Wobei ich in Deutsch, Englisch und Sozialkunde sogar oft und gerne aufgepasst habe. (Was sich in meinem Schnitt bemerkbar gemacht hat, leider haben mir in den beiden Sprachen die Prüfungen die 1 verhagelt.) An dieser Veränderung war auch meine Deutschlehrerin nicht ganz unschuldig. Nachdem das mit dem Quali auch nichts geworden ist, hat sie mich Mal in einem ruhigen Moment zur Seite genommen und mit mir – ohne irgendwelche Vorwürfe oder Anschuldigungen oder Strafen, wie man es von den meisten anderen Lehrern – gewohnt war  gesprochen woher denn diese krasse Veränderung kam. Ich als kleiner bockiger 14/15-jähriger habe natürlich abgeblockt („Muss halt auch Mal sein!“) aber dieses Gespräch hat doch eine Spur hinterlassen aber jetzt rückblickend betrachtet, hat dieses Gespräch sogar mehr gebracht als ich damals wahrgenommen habe. Und seit dem habe ich auch ziemlichen Respekt vor dieser Lehrerin, die auch irgendwann zu meiner Lieblingslehrerin mutiert ist. Hausaufgaben war trotzdem noch immer so ein Punkt für sich*.

Abschlussschnitt: 2,7

Und ich bin immernoch stolz darauf, mit nur einem Heft für alle Hauptfächer (und ja, ich musste manchmal deswegen Nachsitzen** *hüstel*) durch dieses Jahr gekommen zu sein. Und gelernt hab ich auch nicht wirklich, das war nämlich DER SUPERSOMMER 2010! Ich war lieber  jeden Tag am See und hab gefeiert *hüstel*

Fachhochschulreife

Fuck und dann war ich da doch irgendwie auf der FOS. Und in der Oberstufe. Und ich hab gemerkt ich bin nicht so dum, wie ich manchmal dachte. Und faul sein durfte ich doch eigentlich nicht mehr. Trotzdem war ich es ziemlich oft und viel, außer in Rechtslehre denn da wollte ich diese verdammten 14 Punkte im Jahreszeugnis haben – hab leider doch nur 13 geschafft *grummel* Und obwohl ich so gut wie nichts gelernt habe bin ich mit einem Schnitt von 1,9x in die Prüfungen.

Abschlussschnitt: 2,53

Aber bin dafür auch nur gerade so durch die Prüfungen gekommen – außer in Englisch wo ich Klassenbester war. Die Faulheit hatte vor den Prüfungen überhand genommen und obwohl ich sogar extra zu meiner Mutter gegangen bin für die Prüfungen (damit sie mich morgens immer mitnimmt, sie arbeitet nämlich in Schulstadt *hüstel*) hab ich es nicht auf die Reihe gebracht zu lernen. Aber egal, ich habe das Fachabitur bestanden und den Schnitt für die Zulassung zur 13ten Klasse gehalten. Und somit wären wir im hier und jetzt.

Und dieses Jahr geht es ans Abitur! Respektive es ist sogar fast geschafft – zwar mit einem kleinen Umweg über die Realschule, aber egal! *freu* Und mit einem leicht nostalgischen Gefühl werde ich mich jetzt in die Sonne legen und Englisch lernen!

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* Anekdote aus dem Deutschunterricht in der 10. Klasse:

Lehrerin frägt, wer die Hausaufgaben nicht habe. Praktikon meldet sich.

Lehrerin lässt jemanden seine Hausaufgaben vorlesen. Sie frägt wer noch möchte.

Praktikon meldet sich. Lehrerin schaut überrascht. „Praktikon, du hast deine Hausaufgaben nicht!“

Praktikon: „Ich hab sie gemacht während die XYZ vorgelesen hat!“

Also liest Praktikon vor.

Lehrerin grinst. „Das war sehr gut! Wenn du die Hausaufgaben zuhause gemacht hättest und nicht hier im Unterricht, würde ich dir jetzt glatt was gutes in die Mitarbeit eintragen, aber so…“

Pädagogisches Ziel dieser Handlung: Motivation zu Hausaufgaben

Erkenntnis des Schülers aus dieser Handlung: Lehrer sind doch alles miese, kleine Sadisten!

** Anekdote vom Nachsitzen: Ich musste Mal Nachsitzen, wegen Zuspätkommen. Dann musste ich einen Aufsatz schreiben, warum es wichtig ist pünktlich zu sein. Habe ich, allerdings war die Textform frei wählbar und ich habe mich für die Satire entschieden, deren Schlussfolgerung war, dass der Untergang der westlichen Welt ausbliebe, wenn man dauernd zuspät kommt – und das geht ja Mal gar nicht. Ich musste für diesen Aufsatz zum Direktor und noch Mals nachsitzen. Aber ich finde immer noch, das war es Wert!

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Beileidigen

Ab heute beileidige ich Menschen mathematisch! Da Mathematik eh immer mein Hassfach war, zeigt das meine wahren Gefühle gegenüber diesen Menschen dann sehr deutlich.

Statt Arschloch sage ich ab sofort: „Du gebrochen rationale Funktion!“

Statt Hurensohn sage ich nur noch: „Du Ableitung von f(x)!“

Und anstelle von Hure: „Du Stammfunktion!“

Nur für Wichser fällt mir auf Anhieb nichts ein. Vielleicht „du Grenzwertbestimmung“?

Wir werden sehen!

 

Aber eigentlich wollte ich nur sagen: Ab Morgen geht es los! Fünft Tage, vier Prüfungen, ein Praktikon.

 

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Bewunderung

Ich bewundere sich schon wie du das ganze schaffst! Abi, Arbeit, Haushalt für zwei Personen schmeißen und so.

Das hat die Oma heute gesagt. Ich finde es normal und keine besondere Leistung, klar haben es andere einfacher aber das einzige was mich an dieser Situation stört ist das Stigma „Wohnt noch bei Vater“ – weil ich eben kein Hotel Mama (oder Papa) hab wie’s viele damit verbinden… bei der Partnerwahl echt ein bescheidener Ausgangspunkt! Aber das ändert sich die nächsten Monate noch – Projekt eigene Wohnung rückt in greifbare Nähe 😀

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Nachtschicht

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Jeder Merker steht für einen wichtigen Themenbereich… das wird lustig!

Nun ist es soweit, in 178 Stunden geht die erste Prüfung los. Eigentlich ist diese erste Prüfung Deutsch, aber das ist ein Fach.. das schafft man schon immer irgendwie. Pädagogik und Psychologie als auch Mathematik sind meine zwei Problemfälle. Es sind noch 178 Stunden die ich bestmöglichst ausnutzen sollte. Die letzten Wochen hab ich das mit dem Lernen nicht so auf die Reihe gekriegt. Und das muss sich jetzt ändern. Auch wenn ich gedanklich noch viel bei IHM™ hänge, muss ich mich jetzt Mal wirklich davon losreissen und weiter machen!

Aber warum ist das überhaupt so nervig mit Pädagogik/Psychologie? Man denkt doch, dass das ein irrsinnig tolles und interessantes Fach sein muss! Ist es auch. Scheiße zum Lernen ist es trotzdem. Denn wenn man in dem Themenbereich Heil- und Sonderpädagogik vier oder fünf Definitionen zum Thema Behinderung lernt ist das… grenzwertig interessant.

Ich werde euch auf jeden Fall auf dem Laufenden halten, wie diese Nachtschicht rumgeht!

22:31: Artikel geschrieben. Ziel für heute Nacht festgelegt: Heil- und Sonderpädagogik komplett Lernen. Wenn möglich vielleicht noch etwas Watzlawick oder Organisationspsychologie hinterher.

22:42: Grey’s Anatomy IST gute Lernbegleitung! Ganz ehrlich! Echt jetzt!

23:15: Verschiedenste Formen der Behinderung und deren Entstehungmöglichkeiten auf Karteikarten notiert. In Blau. Blau wirkt beruhigend.

23:26: Ich mach Mal ’ne Pause vom Nichtstuen.

23:51: Ich hasse Definitionen. Hab‘ mal die großen Karteikarten rausgeholt. Definitionen für Behinderungen sind grauenhaft.

23:55: Wer hat eigentlich Erlebens- und Verhaltensstörungen von den Behinderungen abgetrennt. Nur weil das eine keine organische Ursache hat *grummel*?!

00:13: Ich hasse, hasse, hasse Abitur!

00:21: Grauenhafte Erkenntnis. Ich muss auch ein ökologisches Konzept (ökologisch meint in diesem Fall, dass ein Schwerpunkt auf den Einfluss der Umwelt auf das Individuum gelegt wird) lernen – auch wenn es nur für Vergleiche sein wird. Ich hasse ökologische Theorien!

00:32: Kurzes Down. Hole RedBull. Ich HASSE emotionale Verstrickungen vorm Abitur.

01:54: Mist, eingenickt! Ich bin doch eigentlich ein Nachtmensch?! Aber gut, beenden wir das Projekt Nachtschicht für heute.

01:55: Noch ein Mal durchlesen!

01:55:30: Heil- und Sonderpädagogik ist die Theo.. Oh! Sieh an! Ein Sauerstoffatom in der Lu… ZzzzzzZzzzz…

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Auf dem Klo

Ich sitze hier auf dem Klo. Also, nicht wie ihr denkt sondern wirklich auf dem Klo. Deckel runtergeklappt, gegen die Wände meiner scheisshauszelle gelehnt und… genieße die zeit für mich. Alleine. Wie ich es gewohnt bin. Während der Rest meiner Klasse Mathe hat sitze ich hier und höre mit an wie das Handy meines Zellnachbars zum vierten Mal vibriert.
Und ich denke nur daran, dass er sich nicht gemeldet hat :/ Da hat man ein wunderschönes Date gehabt, sich EXTRA rasiert. Und dann keine Rückmeldung 😦
Männer sind Schweine. Ich kuschele jetzt erst Mal weiter mit dem Klo und werde mir dann einen extraschokoladigen Schokodonut holen. Gegen die Diät und so.

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Gerechte Bewertungen

Ich glaub ich werd‘ nicht mehr!

Mal kurz zur Erklärung, ich wohne in Bayern und besuche dort eine Fachoberschule (oder berufliche Oberstufe wie man es nun nennen will und bald wird’s vielleicht zur GABI – Gymnasium für angewandte Bildung und so, aber das ist abschweifend…) und ich muss dort, um mein Abitur nach der 13. Klasse zu erlangen ein Seminarfach belegen. Dieses ist ein Fach mit einem Rahmenthema, welches auch meist an Studiengänge angelehnt ist (bei mir geht es Richtung Amerikanistik), und ich habe einen Seminarleiter der von den Worten „gerechte Bewertung“ keine Ahnug hat. Zu erst wird in diesem Fach Inhalt erarbeitet, dann in der zweiten Phase eine Seminararbeit geschrieben (etwa 20 Seiten Reinschrift + Formalien, Bilder, etc.) und zum Schluss eine Präsentation über das Arbeitsthema gehalten.

Also man könnte meinen ich sei einfach nur mies drauf, weil ich eine schlechte Note bekommen habe. Aber er missachtet das offizielle Bewertungsschema, dies führt zur Undurchsichtigkeit seiner Bewertung. Er bewertet nach rein subjektiven Kritierien – wie die Präsentation aussieht, wie interessant er das Thema findet, wie sympathisch ihm eine Person ist, etc. Das klingt nun wie normales Geläster über einen Lehrer – aber der gute Herr begründet eine ungerechtfertigte gute Note (so hat es übrigens der Empfänger der Bewertung ausgedrückt) mit folgenden Worten: „Ihr Thema war einfach viel interessanter als die anderen.“ Dass daneben eine deutlich bessere Präsentation um 3 Notenpunkte niedriger bewertet wurde – eine Frechheit. Meine Präsentationsnote wurde übrigens geändert, weil ich dazu neige so etwas nicht auf mir sitzen zu lassen – was er weiß, da ich ihn früher schon ein Mal hatte und aus diesem Grund als einer der wenigen eine gerechte Bewertung bekam – und habe nun eine akzeptable Note bekommen. Mir ist damit der Wind aus den Segeln genommen, aber was er sich heute herausgenommen hat war die höhe. Ich habe immer noch eine der schlechtesten Noten mit einer sehr fadenscheinigen Begründung. Aber ich dachte mir, akzeptierst du, ist dem was deinem Gefühl nach auch der Präsentation entsprechen würde. Und dann kam heute eine sehr grottige Präsentation – keine Bilder, schlecht leserliche Schrift, um mehr als das doppelte überzogen und bekam die selbe Punktzahl. Heute wurde auch die – mit Abstand – beste Präsentation gehalten. Interessantes Thema, gute Gestaltung, keine Rechtschreibfehler, guter Sprachstil, und deutlich weniger Notizen als die Notenbeste (wohlgemerkt, diese zwei waren die einzigen mit Notizzetteln). Hat EBENFALLS die selbe Punktzahl bekommen. Ich war so kurz davor beim Rektor auf der Matte zu stehen. Zum Glück habe ich diesen Fatzke nicht mehr und er ist, bevor wir uns überhaupt austauschen konnten, aus dem Raum geflüchtet – im wahrsten Sinne des Wortes: Er ist ohne ein Wort aufgestanden, hat alles zusammengekruscht und ist hinausgerannt. Ich stand so kurz davor dieses Mal wirklich eine Beschwerde gegen ihn einzureichen. Es geht langsam nicht mehr mit diesem elendigen Idioten. Aber zumindest macht er aus seinen unaussprechlich schlechten Bewertungskriterien gegenüber dem Schüler alleine keinen Hehl. Aber vor Gruppen kriegt er das Maul nicht auf oder lügt. Ernsthaft, hätte ich gewusst, dass diese Präsentation ohne Zweitkorrektor stattfindet ich wäre niemals in sein Seminar gegangen. Ein Glück wird die Arbeit von einem gleichgewichteten Zweitkorrektor ebenfalls korrigiert – und dieser ist ein sehr strenger aber auch sehr fairer Lehrer. Immerhin macht dieses Fach 1/10 meines Abiturschnittes aus, die Arbeit immerhin 1/20. Ich finde es eine Unverschämtheit, dass so etwas unfähiges verbeamtet wurde und Lehrer, welche extrem gut sind aber eben zur falschen Zeit am falschen Ort waren oder keine pädagogische Ausbildung haben sich von Jahresvertrag zu Jahresvertrag hangeln müssen.

 

So, danke, dass ich meiner Wut Luft machen durfte. Cheerio – Praktikon.

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SCHULARBEITEN – STATUS: 1/14 – RESTZEIT: 8,5 WOCHEN

Ich HASSSE Mathe. Gegen Mathe ist Heilpädagogik ein Ponystreicheln. Morgen schreibe ich Mathe. Gerade kapier ich es auch noch (DAS kam dieses Jahr noch nicht vor!) und das heißt: Ich. werde. es. morgen. verkacken.

 

Over and out. Ich hasse Schule. Aber 8,5 Wochen noch. Dann nur noch Abi. Dann frei. Yippieyayeh Schweinebacke.