Du bist doch wahnsinnig!

Heute kam eine Azubine zu mir um einen Früchtekorb für VIP-Gäste abzuholen. Es entwickelte sich folgender Dialog:

Azubi: „Du bist also nicht mehr Aushilfe?“

Ich: „Nope.“

Azubi: „Und jetzt Azubi?“

Ich: „Nope.“

Azubi: „Ausgelernt?“

Ich: „Nope, auch nicht.“ 

Azubi: „Warum machst du das dann??“

Ich: „Weils mir Spaß macht!“

Azubi: „OMG! Du bist wahnsinnig!!“

Getaggt mit , , ,

Vielen Dank, dass sie den Roomservice angerufen haben!

Heute hat eine sehr seltsame Reisegruppe eingecheckt. Ich habe heute den Posten des Roomservicekellners übernommen und um halb Zwölf nachts klingelt mein Telefon.

Praktikon: „Vielen Dank, dass sie den Roomservice angerufen haben! Mein Name ist Praktikon, wie darf ich ihnen helfen?“

Anrufer: „Jaaa.. äh… hallo. Mein Name ist Herr Seltsam und ich habe hier ein Problem.“

Praktion: „Was haben sie denn für ein Problem?“

Anrufer: „Ja ich habe gerade meine Herdplatte angesteckt, und die wird nicht heiß, aber dafür blinkt hier so ein Licht. Was soll ich machen?“

Ähm… ja… Herdplatte? Aufm Zimmer? Daaaaaas soll Mal die Rezepetion klären.

Praktikon: „Ich kenne mich mit der Technik leider nicht aus. Sie können sich jedoch an die Rezeption wenden, unter 999!“

Gäste-Turfing. Eine Fähigkeit in der ich täglich besser werde u_pritti

Getaggt mit , , , ,

Haaaach~ Komplimeeenteeeee

Mittlerweile bin ich seit nicht all zu lange im Hotelrestaurant. À la Carte und beinahe haute cuisine. In unserem englischen Führer als Finde Dining betitelt. Und unser Chefkoch hat so hoooohe Ziele. Und ich steh immer nur so da „OMG, also ich hoffe mal ich SCHAFF das hier. Vom Nivea(u) und so.“

Ja, ne, und dann kommt heute ein Gast auf mich zu, als sie den Weg zur Rezeption erfragte, und meinte nur: „Bei Personal wie ihnen merkt man einfach, dass gelernte Kräfte auch in der Gastronomie wichtig sind. So wunderbar wie sie das ganze hier machen!“

Hach, hahaaaaaaaaaaaach sie hat gedacht ich sei ausgelernt *froiiide*. Ich bin dabei nur ne Aushilfe auf’m Höhenflug. Aber froiiiiide haaaaach. Das geht runter wie Butter! yay dops

Getaggt mit , ,

Der McDonalds gegenüber von meiner Arbeit

Gegenüber von meiner Arbeit ist eine Fastfood-Meile. Und direkt gegenüber von meiner Arbeit ist ein McDonalds. Und in diesem McDonalds arbeitet im Spätdienst eine superliebe Frau. Wenn ich da nachts um halb 1 auftauche, weil ich Feierabend habe, schaut sie immer nach ob die Burger die ich bestellt habe frisch sind und wenn nicht macht sie neue. Und hin und wieder finde ich in meiner Tüte auch eine extra Portion Pommes oder eine Apfeltasche. Und das finde ich einfach super! Zudem ist sie super herzlich und lieb. Ihre Chefin, das genaue Gegenteil. Wenn ich mir diese demotivierte Persönlichkeit anschaue, die jedes Mal jammert „Warum habe ich drei Jahre Ausbildung gemacht um hier nun zu versauern!?“ und daneben diese freundliche Mitarbeiterin überlege ich manchmal ob ich ihr nicht fix ein paar unserer Bewerbungsunterlagen hinschieben soll.

Aber egal, ich freue mich jetzt über meinen Feierabend und knabber jetzt an meiner lecker Apfeltasche (die ich mit etwas Vanilleeis und Karamellsoße verfeinern werde. Himmelja, ab morgen werd ich dann aber wirklich abnehmen!)

Getaggt mit , , ,

So schnell kanns gehen!

„Ich muss dir etwas gestehen“, eröffne ich einer befreundeten Kollegin. „Ab mitte diesen Monats werde ich nicht mehr als Aushilfe im La Vita arbeiten.“

Sie schaute mich geschockt an: „Wieso denn das? Hast du gekündigt??“

Ich grinse sie nur an. „Nö, ich fange da jetzt fest an!“

 

Ja tatsächlich, ich fange einen Vollzeitjob in dem Hotel an. Erst Mal für ein Jahr und danach werde ich studieren. Aber ich kann mich momentan einfach nicht für ein Studium begeistern – auch wenn es mein Lebensziel ist – also mache ich das was mir Spaß macht… ja ok, das klingt doof, aber ich mag meinen Job nun ein Mal!

Leider habe ich keine reine Barstelle sondern werde in allein Outlets eingesetzt, welche mit dem Service zu tuen haben (sprich Bar, Catering, Bankett und Restaurant) aber ich freue mich trotzdem. An dem Tag an dem mir mein Chef das Angebot gemacht hat (es kam von IHM *freu*!) konnte ich mir das Grinsen für den Rest des Tages nicht mehr verkneifen. Ich habe meinen Job scheinbar in letzter Zeit nicht schlecht gemacht!

Getaggt mit , , ,

Abinoten

Schulstadt, 15:07 morgens, Praktikon betritt die Szenerie.

„Ahh Praktikon, nur 7 Minuten zu spät!“, werde ich von dem Klassenleiter begrüßt. „Bevor du an deinen Platz gehst, hier deine Noten.“

Herzklopfen.

Ich schaue auf den Schnipsel auf den meine Jahresfortgangsnoten, meine Prüfungsnoten, meine Übertrittsnoten und mein Notenschnitt stehen.

Ich überfliege es schnell.Mein Herz steht einen Moment still.

Ich stehe immer noch vorne, recke beide Arme in die Luft und schreie: „BESTANDEN!!!!!“, rausche zu meinem Platz, nehme meine beiden Banknachbarinnen in den Arm und spüre wie ein kleiner mittelriesiger Mount Everest mir von der Brust genommen wird. Keine fünf Sekunden später steigen mir, als ich es wirklich realisiere, die Tränen in die Augen. Kurz geschluckt, die Tränen weggewischt und sich einfach nur gefreut – ich hab’s ernsthaft geschafft.

Getaggt mit , , , ,

Angst

Ich denke die meisten meiner Leser werden dies bereits erlebt haben, die Angst nach den Abiturprüfungen. In drei Tagen ist es soweit, ich erhalte meine Noten.

Ich habe Angst.

Momentan habe ich das Gefühl, dass mein Leben an allen Ecken und Enden bröckelt. Ich habe keinen Freund, wurde von dem letzten Mann, den ich als potentiellen Partner festgehalten habe weggestoßen. In einem Jahr spätestens muss ich ausgezogen sein. Ich habe einen Job (darüber erfahrt ihr nach dem Abi mehr) der mit dem Abi steht oder fällt. Meine beste Freundin zieht nach ihrem bestandenen Abitur weg. Ich habe Angst die Vorurteile, mit denen ich in meiner Jugend konfrontiert wurde zu bedienen. Ich habe Angst, so dumm zu sein, wie es die Statistik mir vorgibt zu sein.

Denn was bin ich? Das Kind eines Bürokaufmannes und einer Hausfrau ohne Abschluss und ohne Ausbildung. Was erwarte ich mir? Abitur? Studium? Ich? Sohn einer Familie die es mit Glück in die obere Mitte der Mittelschicht geschafft hat? Mit dem bisschen Bauernschläue das in meinen Genen vorherrscht?

Es sind Gedanken die ich eigentlich schon längst widerlegt habe, Gedanken, die ich schon letztes Jahr das Lügen gelehrt habe, als ich meine Fachhochschulreife erworben habe – und das mit Nebenjob und Faulheit. Doch ich habe Angst. Ich habe Angst all das zu bestätigen was man mir irgendwie immer vorhält – und eigentlich doch nicht. Zwar waren meine Lehrer in der Realschule immer der Meinung, dass ich jetzt nicht unbedingt der Überflieger wäre, doch keiner davon hat meinen Intellekt hinterfragt, ja teils sogar gefördert und mir gezeigt, dass ich es weiter schaffen könnte, wenn ich gefragt hatte. Ich hatte mit Referendaren über mein Ziel geredet, eines Tages selbst Englischlehrer zu werden und Schülern die Schönheit dieser Sprache zu zeigen. 

Aber ich habe Angst. Wenn ich mein Abitur nicht bestanden habe, was wäre ich für ein Lehrer? Wenn ich mein Abitur nicht bestanden habe, bin ich dann nicht so dumm wie man mir im Lebensweg gezeigt hatte? Sollte ich dann nicht lieber eine Ausbildung machen? Bisher ist mir im Leben immer alles zugeflogen. Die mittlere Reife, die Fachhoschulreife, mein Barschulabschluss, mein neuer Job, all das, dass ist nichts wofür ich das Gefühl hatte wirklich gearbeitet zu haben. Und das Abi, das bin ich irgendwie genauso faul angegangen. Aber ich habe dieses Mal das Gefühl so sehr versagt zu haben. So eine Angst, diesen Abschnitt meines Lebens, der sich so anfühlt als würde er alles entscheiden, nicht geschafft zu haben.

 

Was würde der 10-jährige Praktikon nur von mir halten, wenn er wüsste was aus mir geworden ist.  Damals war ich mir so sicher, dass ich es irgendwann meiner Lehrerin zeigen würde, dass ich mein Abitur trotzdem mache. Was würde der 14-jährige Praktikon über mich denken, der Praktikon, der gerade kurz davor ist als Zweitbester die 8. Klasse abzuschließen? Was würde der 15-jährige Praktikon denken, gerade irgendwie verängstigt, mit geschwänztem Quali und der Angst nicht in die 10. Klasse zu kommen? 
Was würde der letzjährige Praktikon von mir halten, der mit so einer Selbsticherheit in die Prüfungen gegangen ist, weil er mit seinem Schnitt von 1,9 sich jede Note erlauben konnte außer 0 (weil ich dann auf Grund der Prüfungsordnung durchgefallen wäre)? Warum konnte ich nicht fokussiert lernen? Warum habe ich mich nicht auf mich besinnt? Warum habe ich mich dem Selbstmitleid wegen eines Mannes hingegeben, der es nicht Mal wert ist, dass ich mir wegen ihm meine Zukunft verbaue?

 

Ich habe Angst. Ich fühle sie immer weiter in mir hochsteigen. Die Frage danach, was ist wenn ich nicht bestanden habe, bestimmt immer mehr meine Gedanken.

Ich habe Angst, und dieses Mal ist an dieser Angst niemand anders mehr als mir selbst schuld. Ich habe Angst, was ist wenn ich nicht bestanden habe. 

Getaggt mit , , , , , , , , ,

Privatparty

Eine sehr interessante Beobachtung bei einer Privatparty im Altersschnitt von 19-26: Anstelle eines Kinder- und eines Erwachsenentischs gibt es einen Single- und einen Pärchentisch. Alle Singles hatten sich um die Couch und ihren Tisch versammelt, spielten Saufspiele und redeten über pikanteste Themen wie den letzten Freund und warum er im Bett gequiekt hat, während die Pärchen am Esstisch saßen und ein Brettspiel nach dem anderen verschlangen.

Ich war irgendwie froh Single zu sein o_O

Getaggt mit , , , ,

Abi! Abi! ABITUR!

Und plötzlich ging alles so schnell. Ich bin am Freitag in die Prüfung rein und es fühlte sich an wie eine einfache Schulstunde. Dann war es vorbei.

Das Niveau wurde im vergleich zum letzten Jahr angehoben – dafür war das Essay in einem Themenbereich den ich sehr gerne mochte (Essen)… leider habe ich mich prompt in der Zeit vertan, weil ich hundertmilliarden Ideen hatte. Mist aber auch.

Als ich den Zettel abgegeben hatte ging um mich herum das Gekreische los. Einer fing sogar das Weinen an. Ich wusste nicht, ob ich Lachen, Schreien oder Weinen soll. Aus zwanzig Lernzombies die Tage zuvor in der Bibliothek bei teils schönstem Wetter gesessen sind und gepaukt haben, wurden plötzlich wieder zu höchst lebendigen Anfangzwanzigjährigen.

Dann ging es zum Feiern am örtlichen See, der ganze Zug lief los und verteilte sich aber erst Mal auf verschiedenste Dönerbuden, Frittenstände und Burgerläden um hinterher geschlossen sich aufm zum See zu machen, wo bereits alles vorbereitet war (dieses Jahr musste es organisiert und angemeldet werden, statt als spontane Feier stattzufinden).

Aus Gründen der Diskretion und der Bewahrung der letzten Reste meiner Würde bewahre ich die Details für mich. Sollte trotzdem jemand meine blauen Schuhe finden, wäre ich erfreut, wenn er/sie/es sich bei mir melden würde.

Und jetzt bin ich seit vier Tagen, an sich, fertig und bange der Notenvergabe entgegen und… freue mich einfach. Mein Leben geht auf ein Mal so schnell weiter und alles geht Schlag auf Schlag, das wird sicher eine interessante Zeit!

Getaggt mit , , , ,

Rückblick: Meine Abschlüsse

Nachdem ich Morgen meine letzte Abiturprüfung habe, dachte ich ein kleiner Rückblick auf meine letzten Abschlüsse wäre doch ganz nett. In chronologischer Reihenfolge. Warum? Weil ich irgendwas mit dem Adrenalin in meinem Blut anstellen muss, denn morgen ist’s eh nur noch Englisch 😀

Grundschulabschluss

Wir könnnten es Mal mit der Realschule probieren, wenn sie wollen…

Das war der Satz mit dem meine Grundschullehrerin meine Eltern zum ersten Halbjahr beglückte.  Zu mir meinte sie damals nur, ich solle doch erst Mal darüber nachdenken ob ich es auf die Realschule packe, bevor ich auch nur irgend einen Gedanken an das Gymnasium verschwende. Hach, diese Pädagogen. Da war ich echt in meinem kindlichen Stolz verletzt und wurde bockig, also hab ich mir den Arsch aufgerissen – damit das Ruder rumgerissen und (vermutlich auch mit ein wenig guten Willen lehrerseits) es dann mehr als lockerflockig geschafft.

Abschlussschnitt: 2,30.

Ja genau, ich hätte also auch locker aufs Gymnasium wechseln können! Habe mich dann aber selbst für die Realschule entschieden, auch wenn meine Eltern mich lieber auf dem Gymnasium gesehen hätte, ich wäre aber der zweite G8-Jahrgang gewesen und ich wollte nicht weiter so krass viel Lernen wie für den Übertritt. Auch wenn ich nur einer von fünf Schülern meiner Klasse war, die nicht auf das Gymnasium wechselten, bin ich bis heute noch froh über die Entscheidung, ich denke spätestens in der 7ten oder 9ten wäre ich dann nämlich eh auf der Realschule gelandet. Und auch wenn die Realschule keine leichte Zeit war, hat sie mich doch zu dem gemacht der ich heute bin.

Qualifizierter Hauptschulabschluss

Ja, wie jetzt? Quali? Ja, ich habe in der neunten Klasse Realschule mich für den Quali angemeldet, weil ich keinen Bock mehr auf Schule hatte und meine Noten zu dem Zeitpunkt eh ein schweres durchkommen durch die Zehnte prophezeit hätten.  In der 8ten noch Klassenzweitbester war in der 9ten meine Trotzphase auf dem Höhepunkt – dann kam noch der Alkohol langsam mit ins Spiel und zu Hause liefs auch nicht mehr so ganz rund. Im Unterricht bestanden meine Hauptaufgaben, wenn ich da war, aus Musik hören, Malen, Schlafen oder Lehrer und Mitschüler mit verschiedensten Dingen abwerfen. So bin ich im Endeffekt vom Musterschüler zum Problemschüler in nicht Mal einem Jahr geworden. Also Quali anmelden, dann hat man zumindest was in der Hand wenn man fliegt.

Abschlussschnitt: 0,00

Aber ich hatte dann einfach keinen Bock auf Lernen und noch weniger auf Prüfungsstress, also hab ich dann zwar noch versucht die Prüfungen als Grund zu nutzen um Blau zu machen, dieser Plan wurde dann aber von meiner Mutter vereitelt.

Mittlerer Bildungsabschluss

Also musste ich doch weiter machen. Zähne zusammenbeißen und durch… oder so. In der Zehnten war meine Motivation wieder etwas über dem Gefrierpunkt, gelernt hab ich trotzdem nichts, aber ich habe aufgehört die Lehrer zu provozieren (die meisten zumindest) und weniger häufig Musik im Unterricht gehört – teilweise sogar aufgepasst! (Bleibt einem auch nichts anderes übrig wenn man direkt am Overheadprojektor sitzt). Wobei ich in Deutsch, Englisch und Sozialkunde sogar oft und gerne aufgepasst habe. (Was sich in meinem Schnitt bemerkbar gemacht hat, leider haben mir in den beiden Sprachen die Prüfungen die 1 verhagelt.) An dieser Veränderung war auch meine Deutschlehrerin nicht ganz unschuldig. Nachdem das mit dem Quali auch nichts geworden ist, hat sie mich Mal in einem ruhigen Moment zur Seite genommen und mit mir – ohne irgendwelche Vorwürfe oder Anschuldigungen oder Strafen, wie man es von den meisten anderen Lehrern – gewohnt war  gesprochen woher denn diese krasse Veränderung kam. Ich als kleiner bockiger 14/15-jähriger habe natürlich abgeblockt („Muss halt auch Mal sein!“) aber dieses Gespräch hat doch eine Spur hinterlassen aber jetzt rückblickend betrachtet, hat dieses Gespräch sogar mehr gebracht als ich damals wahrgenommen habe. Und seit dem habe ich auch ziemlichen Respekt vor dieser Lehrerin, die auch irgendwann zu meiner Lieblingslehrerin mutiert ist. Hausaufgaben war trotzdem noch immer so ein Punkt für sich*.

Abschlussschnitt: 2,7

Und ich bin immernoch stolz darauf, mit nur einem Heft für alle Hauptfächer (und ja, ich musste manchmal deswegen Nachsitzen** *hüstel*) durch dieses Jahr gekommen zu sein. Und gelernt hab ich auch nicht wirklich, das war nämlich DER SUPERSOMMER 2010! Ich war lieber  jeden Tag am See und hab gefeiert *hüstel*

Fachhochschulreife

Fuck und dann war ich da doch irgendwie auf der FOS. Und in der Oberstufe. Und ich hab gemerkt ich bin nicht so dum, wie ich manchmal dachte. Und faul sein durfte ich doch eigentlich nicht mehr. Trotzdem war ich es ziemlich oft und viel, außer in Rechtslehre denn da wollte ich diese verdammten 14 Punkte im Jahreszeugnis haben – hab leider doch nur 13 geschafft *grummel* Und obwohl ich so gut wie nichts gelernt habe bin ich mit einem Schnitt von 1,9x in die Prüfungen.

Abschlussschnitt: 2,53

Aber bin dafür auch nur gerade so durch die Prüfungen gekommen – außer in Englisch wo ich Klassenbester war. Die Faulheit hatte vor den Prüfungen überhand genommen und obwohl ich sogar extra zu meiner Mutter gegangen bin für die Prüfungen (damit sie mich morgens immer mitnimmt, sie arbeitet nämlich in Schulstadt *hüstel*) hab ich es nicht auf die Reihe gebracht zu lernen. Aber egal, ich habe das Fachabitur bestanden und den Schnitt für die Zulassung zur 13ten Klasse gehalten. Und somit wären wir im hier und jetzt.

Und dieses Jahr geht es ans Abitur! Respektive es ist sogar fast geschafft – zwar mit einem kleinen Umweg über die Realschule, aber egal! *freu* Und mit einem leicht nostalgischen Gefühl werde ich mich jetzt in die Sonne legen und Englisch lernen!

_____________________________________________________________________

* Anekdote aus dem Deutschunterricht in der 10. Klasse:

Lehrerin frägt, wer die Hausaufgaben nicht habe. Praktikon meldet sich.

Lehrerin lässt jemanden seine Hausaufgaben vorlesen. Sie frägt wer noch möchte.

Praktikon meldet sich. Lehrerin schaut überrascht. „Praktikon, du hast deine Hausaufgaben nicht!“

Praktikon: „Ich hab sie gemacht während die XYZ vorgelesen hat!“

Also liest Praktikon vor.

Lehrerin grinst. „Das war sehr gut! Wenn du die Hausaufgaben zuhause gemacht hättest und nicht hier im Unterricht, würde ich dir jetzt glatt was gutes in die Mitarbeit eintragen, aber so…“

Pädagogisches Ziel dieser Handlung: Motivation zu Hausaufgaben

Erkenntnis des Schülers aus dieser Handlung: Lehrer sind doch alles miese, kleine Sadisten!

** Anekdote vom Nachsitzen: Ich musste Mal Nachsitzen, wegen Zuspätkommen. Dann musste ich einen Aufsatz schreiben, warum es wichtig ist pünktlich zu sein. Habe ich, allerdings war die Textform frei wählbar und ich habe mich für die Satire entschieden, deren Schlussfolgerung war, dass der Untergang der westlichen Welt ausbliebe, wenn man dauernd zuspät kommt – und das geht ja Mal gar nicht. Ich musste für diesen Aufsatz zum Direktor und noch Mals nachsitzen. Aber ich finde immer noch, das war es Wert!

Getaggt mit , , , , ,