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Wo genau bin ich nochmal gelandet..?

Aufgeregtes Geschwätz herrscht. Wir sind viele, denn heute sind alle Betten belegt. Der Mitarbeiterkaffee war auch schon einmal besser aber darüber lässt sich hinewegsehen.

„Station 3 bräuchte noch ein wenig Unterstützung!“, ruft eine Kollegin aus. Zwei Leute gehen gemütlich los richtig automatische Türe. Ich trage rosa, genauso wie fünf andere Leute, wieder andere Tragen burgunderrot, die nächsten blau, vier grün und eine handvoll schwarz. So lassen sich die einzelnen Abteilungen super auseinanderhalten.

„Miiilch, wo ist die miiiiilch… ohne krieg ich das nicht herunter!“, jammert jemand. Ebenfalls in Rosa. Johanna, eine Kollegin.

Plötzlich geht’s los. An jedem Gürtel leuchtet ein Lichtlein am Haustelefon auf, alle schnappen sich einen Wagen und rennen los. Jetzt muss alles schnell gehen, sobald das Signal kommt muss in 15 Minuten alles gelaufen sein, sonst wars das. Aus die Maus. Finito.  Tumult an den Türen, Wägen werden knapp. Einige tragen große Behältnisse in der Hand mit allerlei Dingen. Ein blau gekleideter junger Mann haut noch eine Packung Pflaster auf den Wagen vor sich.  Jeder Handgriff muss jetzt sitzen.

Was los war? Das war 2011, Dezember. So sah die „Pause“ bei meinem ersten großen Bankett aus. Alle Abteilungen versammelt und alle stets auf Abruf. Die Haustelefone wie Pieper am Gürtel. Rückblickend betrachtet könnte die Szene so ähnlich auch in einem Krankenhaus stattgefunden haben. Allgemein, hat der Dienst am Menschen und der Dienst am Gast doch einige parallelen. Ich sollte vielleicht mal die Branche wechseln?

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Morgens halb sechs in Praktikoncity…

… klingelt das Telefon. Das Praktikon ist krank und will seinen freien Montag zum auskurieren benutzen. Auf dem Display sieht man die Vorwahl des Arbeitgebers, aber es ist nicht mein regulärer Schichtleiter. Der hat mittlerweile seinen eigenen Klingelton. Ich nehme an es ist jemand von der Verwaltung … also geht man lieber mal ran.

Praktikon: „… Praktikon, Guten Tag .. *gähnen unterdrück*.. Wie kann ich ihnen behilflich sein?“

Nichtganzsochef: „Ja Hallo, hier Nichtganzsochef, könntest du jetzt ganz spontan im Frühstück arbeiten? 

Ich nehme ja eigentlich gerne jede Schicht an die ich kriegen kann, als Aushilfe ist man ja auch genau für sowas da, aber nicht nur, dass ich keinen Frühstücksservice mag, ich mag ihn noch weniger, wenn ich krank bin. Denn Morgens sollte man gute Laune versprühen und ich… naja, ich kriege erst gute Laune nach meinem gefühlten 200. Kaffee gegen 12 Uhr Mittags. Davor muss man aufpassen, dass ich den Gästen nicht ihren Kaffee wegsaufe.

 

 

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