Schlagwort-Archive: Gäste

Vielen Dank, dass sie den Roomservice angerufen haben!

Heute hat eine sehr seltsame Reisegruppe eingecheckt. Ich habe heute den Posten des Roomservicekellners übernommen und um halb Zwölf nachts klingelt mein Telefon.

Praktikon: „Vielen Dank, dass sie den Roomservice angerufen haben! Mein Name ist Praktikon, wie darf ich ihnen helfen?“

Anrufer: „Jaaa.. äh… hallo. Mein Name ist Herr Seltsam und ich habe hier ein Problem.“

Praktion: „Was haben sie denn für ein Problem?“

Anrufer: „Ja ich habe gerade meine Herdplatte angesteckt, und die wird nicht heiß, aber dafür blinkt hier so ein Licht. Was soll ich machen?“

Ähm… ja… Herdplatte? Aufm Zimmer? Daaaaaas soll Mal die Rezepetion klären.

Praktikon: „Ich kenne mich mit der Technik leider nicht aus. Sie können sich jedoch an die Rezeption wenden, unter 999!“

Gäste-Turfing. Eine Fähigkeit in der ich täglich besser werde u_pritti

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Immer diese Schaumschläger!

Oder eher Aufschäumer?

Ich hasse den Milchaufschäumer, denn ich kriege nie guten Schaum hin. Oder überhaupt Schaum. Ich serviere aus diesem Grund meinen Gästen viel zu oft Milchkaffee statt Cappuccino, von Latte Art braucht man dann gar nicht reden. Vor kurzem aber hat ein Gast das wohl gecheckt, denn ich bin zwischen Bankett und Bar gewechselt und hatte an dem Abend dann eine Dame die zu einem Kollegen meinte, sie möchte einen Cappuccino. Und keinen solchen Dreck wie an der Bar.

Aua. Das tat weh.

Ich überlege was ich falsch gemacht habe (wir haben zum Glück noch einen zweiten Schäumer an der Maschine der selber Schaum mach mit dem ich in der Regel dann auffülle *hüstel*), denke mir was das wohl für ein Licht auf das Hotel wirft etc. Dann geht es an das abräumen. Ich bin auch an dem Tisch der Dame. Freundlich frage ich ob alles gepasst hat. Sie schaut mich an: „Wissen sie, in diesem Hotel gibt es sehr guten Essen und wunderbaren Service, aber das (sagts und hält die Cappuccinotasse hoch) sollten sie wirklich nochmal üben. Ihr Kollege an der Bar macht weitaus besseren Cappuccino als das Zeugs und der war schon schlecht.“ Unser Restaurantkaffee kommt aus der Maschine, da kann man nix falsch machen (außer keine Kaffeebohnen nachfüllen). Lächelnd räume ich ihren Kaffee ab, grinsend verräume ich die Tasse und lachend erzähle ich die Geschichte den Kollegen – konnte die gute Dame denn ahnen, dass sie mit dem Mann gesprochen hat der ihr vorhin den schlechten Cappuccino an der Bar gemacht hat?

Trotzdem muss ich noch mit dem Mistding von Milchschäumer üben. Meint ihre sowas kann man sich als Heimgerät bestellen?

 

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Ich liebe meine Gäste! Meistens.

Ich mag meinen Job. Man könnte schon fast sagen ich liebe ihn. Sag ich doch schon mittlerweile ich bin Hauptberuflich Aushilfe und gehe nebenher noch zur Schule – ursprünglich mal ein Versprecher nun mein Standardspruch.

Aber es gibt Gäste die Kotzen an. Gestern hatten wir eine Großveranstaltung (nur etwa 100 Leute aber da wir nur zu zweit waren doch eine nette Herausforderung vor allem war es stressig weil sie Schlag auf Schlag kamen ) und zur Übersicht in welchem Rahmen wir uns bewgen: Sie haben unseren Monatsvorrat an Tenquary leergesoffen. Das heißt fast ganze 3 Flaschen. Nebenher noch ein paar Hausgäste.

Ich – noch unerfahren und dementsprechend leicht verwirrbar – laufe Service im Gästebereich, mein Kollege macht die Bar und Thekenservice. Mit einem Tablett voller Biere und Weine laufe ich zu einem Riesentisch – da streckt irgendwer seine Hand aus und will mir was vom Tablett runterklauen! Ich dacht ich seh nicht richtig. Ein anderer Tisch der nicht zur Gesellschaft gehörte fand es unerhört, dass er bezahlen musste. Und den Vogel abgeschossen hat kurz vor Schluss der letzte Gast. Ich habe die letzte Runde gemacht und herausgebracht. Mein Kollege ist im Restaurant und macht die Abrechnung (da hat er Ruhe und bequeme Stühle) und ich räume die Bar auf. Und dabei Rede ich nebenher mit einem Gast an der Theke – und erwähne, dass ich nur Aushilfe bin. Ein weiterer Gast kriegt das wohl mit – beschwert er sich prompt, dass er seine letzte Runde (ein Pilsner) nicht bekommen hat.

Ich erkläre ihm ruhig, dass die letzte Runde nur aus insgesammt drei Getränken bestand und er es SICHER bekommen hat.

„Ja, also so als Aushilfe, da passieren ja Fehler. Das können sie ruhig zugeben, ist ja nicht schlimm. Ich möchte einfach nur mein Pils.“

Innerlich ging in dem Moment eine mittelelefantöse Atombombe hoch. Ich mag verpeilt sein – aber diese kleine letzte Runde ging raus! Sicher! Sein Pils hab ich sogar noch sicher im Kopf hab ich doch mit der Flasche vor dem anderen Gast jongliert und ihm erklärt, warum man mit einer dreviertelleeren Flasche auch kleinere Loopings machen kann. Und der Vollhorst vor mir will mir verklickern, dass ich meinen Job nicht machen kann weil ich Aushilfe bin? Für ein Freigetränk? Abgesehen davon, dass der gute Herr ohnehin schon einen Sitzen hatte, war doch die Zunge schwer. Ich habe ihm dann erklärt, dass ich mich noch erinnern kann wie ich sein Getränk gemacht habe und der andere Gast hat mir sogar freundlicherweise den Rücken gestärkt und meine Aussage bestätigt. (Hatte ich gar nicht erwartet!) Ich habe ihm dann jedoch das Angebot gemacht, dass ich ihm ausnahmsweise noch ein Pils verkaufen könnte. Murrend hat er es angenommen und ist von dannen gezischt.

 

So ein Vollhonk.

Aber die meisten anderen Gäste sind wirklich nett, so wie der nette Herr der mir in dieser Situation beistand. Danke werter Fremder, sollten sie dies ein Mal lesen!

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Überall Frühschicht, wohin man auch schaut!

„Du musst die Teller nicht jedes Mal extra in die Spüle schleppen“, schaute er mich an und zeigte erklärend auf ein Tablett mit ein bisschen schmutzigem Geschirr. „Wir sammeln das immer hier und bringen es dann hinter!“ Öhm, okay, also gut die 5 Schritte extra hätten mich jetzt nicht umgebracht, aber wenn ihr das im Frühstück so „appetitlich“ regelt. Gut, eure Sache. Ich richte mich danach und stapele also das schmutzige Geschirr nun auf der Servicestation.

Weiter im Text, Japaner und Esotanten bedienen. Die Esotanten sind mir dabei lieber, die lächeln immer fröhlich und sind sonst ruhig und leise und immer nett. Die Japaner kann ich, vor allem die männlichen, nicht einschätzen ob sie mit meinem Service zufrieden oder unzufrieden sind.

Ich bin gerade dabei einen Tisch wieder herzurichten, welche eine Gruppe Japaner verlassen hat, da ertönt auf einmal eine alte, rostige Stimme hinter mir: „Ist das der Frühstückssaal?“ Ich drehe mich um und sehe einen älteren Herren so um die 70-80 Jahre alt, der mich erwartend anschaut. „Ja, hier findet das Frühstück statt. Nehmen sie doch schon einmal an einem freien Tisch Platz und ich bringe ihnen sofort etwas Kaffee!“ „Sehr gut, sehr gut“, spricht der alte Herr und setzt sich an den nächsten freien Tisch. Dieser Tisch ist aber, wohlgemerkt wurden etwa 50% des Tisches zuvor von anderen Gästen benutzt und noch nicht wieder hergerichtet. Doch ihn scheint das nicht zu stören. Mich aber schon – denn ich muss nun um ihn herum arbeiten. Ich decke also seinen Tisch fix um und bringe ihm Kaffee. Da sehe ich schon die nächsten betagten Herrschaften aus seiner Reisegruppe kommen. Der Araber schleicht ihnen, mit eine Kanne Kaffee und einer Morgenzeitung bewaffnet, hinterher um sie direkt an ihrem Tisch abfangen und beglücken kann.

Ich beobachte die Szenerie und denke mir nur eines:

„Ich bin ein Spätschichtler! Holt mich hier raus!“

Die älteren Herrschaften sind pflegeleicht und schwanken zwischen Morgenmuffel und freundlich. Ich wünsche einen guten Tag und selbst die Oma mit Krückstock ist meistens schneller beim Kaffeeautomaten als ich bei ihr mit meiner Kanne. Mein Kaffeekannenabsatz ist an diesem Morgen desaströs. Gleichsam meiner Laune. Gegen zehn bringe ich das Geschirr weg und mein Kollege frägt ob er was dagegen hat, wenn ich mit ihm tausche und Besteck poliere. Ich drücke ihm meinen Plan in die Hand und kralle mir alles Besteck was da ist.

Ich merke wie mich die Schlaflosigkeit einholt. Abgesehen von einer Tasse mit laschem Kaffee hab ich kein Koffein getrunken. Ich schlendere also zu dem nächsten Kasten Besteck und sehe eine Schildkröte, wie sie mich von Rechts überholt. Sau, wäre sie nicht so schnell gewesen hätte ich mir ihr Nummernschild notiert. Ich poliere weiter. Eine der Hotelfachfrauen überrascht mich von hinten und frägt mich, ob ich nicht etwas Zeit über hätte beim Abbauen eines anderen Frühstückbuffets zu helfen. Klar, kein Problem. Fertig poliert und ab nach oben und das Gefühl gehabt, gegen eine Wand aus Hitze zu laufen. Eigentlich dachte ich immer, die Sauna wäre unten beim Spa, aber da scheine ich mich bisher getäuscht zu haben.

Buffet abgebaut, neues Buffet für das Mittagessen des Esoterikkongress aufgebaut. Wieder nach unten, weiter poliert. Die Uhr an der Mikrowelle zeigte plötzlich 11. Und da hörte ich auch schon das Gerumpel – die Kaffeekannen kamen angeholpert. Unser gesamtes Arsenal an warmhaltenden Kannen, von groß bis klein, von dick bis dünn stand nun erwartungsvoll vor mir und wollte poliert und gereinigt werden, blöd nur, dass unsere Waschbecken keine zweieinhalb Badewannen groß sind! Also die gesamte Serviceküche mit Kaffeekannen, welche nur mit heißem Wasser und Putzmittel gefüllt waren blockiert.

Scheißdregg, das kann lustig werden. Aber tatsächlich habe ich sie in einer dreiviertel Stunde geschafft – und Punkt 12 konnten wir alle Pause machen. Mein Magen freute sich – denn endlich gab es was zu Essen. (Für alle Detailfetischisten: Große Portion Salat mit Putenfleisch).

Mitten in der Pause kam ein unheilvolle Anruf: Die Pendelschwinger seien nicht zufrieden mit ihrem Speisesaal, für das Abendessen wünschen sie sich etwas anderes und wir sollten doch bitte wenn sie fertig sind alles in den Saal drei Stockwerke höher bringen. Mittagessen endet um 15 Uhr. 15:30 war Schichtende angesagt. Ich rieche Überstunden (gegen die ich eigentlich nichts habe, aber ich werde langsam seeeehr müde!). Also nach der Pause und nachdem auch der letzte Rest Besteck wegpoliert war wieder nach oben, Buffet abgebaut, Tische abgebaut, alles nach oben gekarrt und wieder aufgebaut. Zwischendrin wurde das Personal ausgetauscht – denn plötzlich stand die Spätschicht dabei und hat umgebaut, während die Frühschicht raus war. Ich war das letzte Überbleibsel. Bis 17 Uhr – dann konnte ich gehen. Ich packte meine Tasche und dachte mir dabei nur eines:

„Nie, nie, nie wieder Frühstücksdienst!“

Ich verließ, völlig übermüdet, die Umkleide da kam mir Chef 2 entgegen: „Praktikooooon, was stellst du morgen so an?“ „Öh.. bisher nichts?“ „Sehr gut, hättest du Interesse morgen Früh noch einmal zu Arbeiten? Wir haben kurzfristig noch zwei Reisegruppen reinbekommen! 115 Leute!“ Ich – vollkommen überrumpelt – antworte fröhlich: „Ja, klar warum nicht!“  Inkonsequenz lässt grüßen.

Und die Moral von der Geschichte… warte bis das Telefon klingelt! Denn zwei Stunden später rief mich Chef 2 noch einmal an meinte, dass ein Buchungsfehler vorlag und ich frei habe, denn die Gruppe käme nicht. So konnte ich heute Morgen also ganz gemütlich ausschlafen. Bis die Straßenarbeiten vor meinem Fenster wieder losgingen.

Und diesmal meine ich es ernst: Nie wieder Frühschicht! Besonders nicht Sonntags, wenn die Gäste auch noch Zeit haben!

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Morgenstund hat Kaffee im Mund…

„Kaffee, Kaffee, Kaffee“

So in etwa sah mein Denken gestern beim einstempeln in den Frühdienst aus.

„Kaffee, Bett, Kaffee, Bett, Kaffee,…“

So beim ausstempeln. Aber fangen wir doch noch mal ganz von vorne an.

Ich hasse Frühschicht. Und mit diesem Gedanken schaute ich auf meinen Wecker, der 4:12 anzeigte. Um 5 Uhr würde dieses unheilvolle Mistding wieder klingeln. Und ich konnte nicht schlafen. Scheißdregg bassiert halt, trinkste dann halt mal 2 Liter Kaffee am Morgen.

Zeitsprung, 6 Uhr. Der Protagonist springt geschockt aus dem Bett – verschlafen. Eine halbe Stunde noch bis ich frisch und fröhlich am Restaurantempfang stehen müsste und allen Gästen ein fröhliches „Guten Morgen/Good Morning/Bonjour/ohayô gozaimasu“ entgegenschmettern müsste. Also die Morgenroutine aufs kürzeste getrimmt (was in gewagten Situationen wie einer Zähneputz-Dusch-Haarewasch-Fingernägelkürz-Kombo endete), einen Joghurt hinuntergeschlungen – denn voraussichtlich würde ich acht Stunden lang nichts zu essen zu kriegen – und rauf aufs Fahrrad.

6:39, verschwitztes stürmen des Personaleingangs. Scheiße, wie war nochmal der Code für die Tür? Ach genau, wie für mein Handy bloß mit ner 9 statt einer 2. Also rein, umgezogen, hingestellt, Deo verflucht, gelächelt und den Kaffee gesucht.

6:50 Ich bin da. Die Gäste nicht. Eine andere Aushilfe kommt (ausgeschlafen und munter) herein, winkt mir zu, geht Richtung umkleide. Seltsam. Er kommt umgezogen wieder heraus, stellt sich neben mich und wundert sich, dass ich schon so früh da sei – und ob ich vor Dienstantritt nicht noch einen Kaffee trinken möchte in der Kantine. Ja, wie, Dienst geht doch schon seit 20 Minuten?

Denkste. Schichtbeginn – 7:00. Steht auch blau auf weiß auf unserem Dienstplan (wieso zur Hölle drucken sie die eigentlich zur Zeit in blau??). Der Tag fängt ja schon gut an. Ein Blick auf die Uhr verrät dann aber, mit einem Kaffee könnte es eng werden. Da kommt auch schon das Hotelfachpersonal auf uns zu. Ich kenne keinen davon – aus der Frühschicht kenne ich ohnehin bloß unsere Springerin. Mein erstes Mal Frühschicht – und ich habe keine Ahnung, was ich machen soll. Ich weiß nur eines – ich vermisse die Spätschicht jetzt schon.

Also die Routine gestartet und gesehen – das Buffet sieht komplett anders aus. Wie eine Kaffeepause, nur mit mehr Brötchen. Also die To-Do-Liste angesagt bekommen. Die Kollegen interpretieren das wohl so, dass ich neu angefangen habe. Ich bekomme auch erklärt wo ich was finde und wie die Dinge in die Spüle eingeräumt werden müssen. Meine Einwände, dass ich bereits seit fast einem Jahr dort Arbeite – nur halt immer Abends – werden ignoriert. Vielleicht verstehen sie auch nur meine Sprache nicht. Oder mein Mund ist zu Müde sich zu bewegen. Wir haben drei große Gruppen da: Eine Seniorengruppe, eine japanische Reisegruppe und einen Esoterikkongress, außerdem noch eine gute Hand voll Hausgästen.

Die Japaner kommen zuerst – und laden sich tellerweise auf. Mein Kaffeeangebot wird ignoriert, stattdessen holt man sich lieber drei Tassen Kaffee vom Vollautomaten und kichert wenn ich die überschüssige Tasse, welche für den freien Ausschank bereitgestellt wird, vom Tisch räume. Die Frauen versuchen sich in ihrem Englisch – auch wenn sie es oft nicht beherrschen – und einem Rest japanisch, welches ich dank eines halben Jahres Unterricht in dieser Sprache halbwegs verstehe. Die Männer reden irgendwas, ich verstehe es nicht. Ich hoffe, das gibt keine Beschwerde.  Irgendwo zwischendrin hat sich da bereits der Esoterikkongress eingeschlichen, sie wollen alle Tee – und sie wollen alle wissen wo er steht. Kristallkugeln hat keine von ihnen dabei, auspendeln lassen sich die Kräutermischungen wohl auch nicht. Also stelle ich mich tapfer jeder Nachfrage.

Einer der Hotelfachleute, ein kleiner Araber mit wirrem Haar und einer verchromten Brille auf der Nase, winkt mich zu sich. Er schaut ernst. Ich schlucke, räume noch drei Teller bei einer Gruppe kichernder junger Japanerinnen ab welche gerade amüsiert Weißwürste und Brezen begutachten und bewege mich auf ihn zu. Hilfesuchend schaue ich mich nach meinem Kollegen um – nicht da, er ist wohl Kannen putzen.

Scheißdregg, was hab ich falsch gemacht?

 

_____ CUT ____

Und da ich jetzt leider los muss, heißt es Fortsetzung folgt!

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„Können Sie mir Zigaretten holen..?“

Ich arbeite ja als Aushilfe im Service eines Veranstaltungshotels. Ich arbeite wirklich gerne dort. Und ich glaube jeder der in der Gastronomie arbeitet kennt den folgenden Satz:

Können Sie mir nicht eine Packung Zigaretten holen?

Oder ebenfalls sehr schön und häufig gebraucht:

Möchten sie mir nicht eine Packung Zigaretten bringen?

Also wollen, tu‘ ich das schon einmal gar nicht. Und von unserer Direktion gibt es die Anweisungen, dass Zigaretten nur an der Bar verkauft werden dürfen – und ich bin Restaurant. Nicht Bar. Also nein, ich will, weder kann ich ihnen eine Packung bringen. Die meisten verstehen das auch, und fragen dann nach dem Weg zur Bar. So aber nicht ein Gast gestern, dessen Tisch ich gerade abräumte. „Und wen muss ich hier schmieren, dass man mir Zigaretten bringt?“ Ich antwortete weiterhin, die gibt es nur an der Bar, wenn er jedoch einen Barkeeper hier vorbeilaufen sieht könnte er ihn gerne Fragen ob er ihm eine Packung bringt. „Sie verstehen mich nicht, wen muss ich hier schmieren, dass man mir eine Packung Zigaretten bringt?“ Fragte er eindringlicher. Ich erklärte im weiterhin, dass es Zigaretten leider nur an der Bar gäbe und er sie bitte dort holen müsste. „Sie verstehen schon, was ich mit „schmieren“ meine?“, fragte er mich daraufhin. „Natürlich verstehe ich das, jedoch müssen sie sich ihre Zigaretten trotzdem an der Bar holen. Es tut mir Leid.“ Da ich gerade das letzte Glas von seinem Tisch nahm, schaute ich ihn lächelnd an und fragte ihn: „Haben sie sonst noch Wünsche? Möchten sie noch etwas bestellen?“ Er wollte nichts weiter. Aber zwei weitere Kollegen durften der selben Frage standhalten.

Versteht mich nicht Falsch, ich hätte ihm schon seine Zigaretten gebracht (man kommt im Laufe des Abends ja doch öfters mal an der Bar vorbei). Nur wenn es nicht einfach so wäre, dass wenn man einmal bei einer solchen Veranstaltung eine Ausnahme macht auf einmal alle wollen, dass man für sie eine Ausnahme macht. Und irgendwann ist man nur noch der Bimbo zum Zigaretten holen, und der nächste verlangt dann, dass man doch eine Ausnahme macht wie bei den anderen und ihm seine Kippen und seine Schachtel Hustenguttis vom Zimmer holt – denn immerhin muss ich dann ja nicht mal bis zur weiiiiit entfernten Bar laufen! (Aber in den 9. Stock und in seinem Zimmer die Schachtel suchen?? Nee danke.) Solche oder ganz andere Szenarien können sich daraus entwickeln. Außerdem ist die Anweisung von oben relativ strikt und da brauche ich mich als Aushilfe nicht zu widersetzen, da ist man doch mal schnell auf der Abschussliste.

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