Schlagwort-Archive: Spaß

Arbeiten wie andere Urlaub machen

Mein Vorgesetzter und ich haben einen kleinen Plausch. Ich hatte die Bar vorgestern alleine und es war tote Hose. So richtig tote Hose. So tote Hose, dass die Chamacehorien* schon am Tresen vorbei rollten. Wir unterhalten uns darüber, dass er seinen Jahresurlaub nach Spanien plante und dass dort die Bars sicher keine Charmacehorien hatten.

Und dann meinte er: „Wenn man vergisst welcher Wochentag ist, dann hat man genug Urlaub gehabt!“

Kleiner Zeitsprung zum gestrigen Tag, meine Kolleginnen und ich falten Servietten, als uns einfällt, dass wir noch den etwas am Planer aktualisieren müssen.

Kollegin 1: „Heute ist Dienstag, oder?“

Hörnchen: „Neeee, Montag!“

Kollegin 2: „Nein! Sonntag Sicher!“

Es war Samstag. Meine Kollegen und ich haben zur Zeit alle sechs Tage Wochen.  Arbeiten ist halt wie Urlaub!  Sogar mit Pina Coladas! Nur halt nicht für uns.

 

 

*Ihr habt’s gegooglt? Sehr gut, Bildungsauftrag erfüllt 😀

Getaggt mit , , , , ,

Ein Aufschrei auf der Abifahrt

Abifahrt ist ja immer so ein Erlebnis, wo man in der Gesellschaft von meinen Freunden sehr schnell sehr betrunken wird (… gut, dass unser Zimmer 90% des Alkohols bevorratete schiebe ich einfach Mal darauf, dass ich Bartender bin und mehr als Vodka kenne). Betrunken stellt man des öfteren Dinge an, welche nicht so pralle sind. Nüchtern betrachtet dann erst recht.

Aber gehen wir Mal in die Situation die ich genauer erzählen möchte: Klein Praktikon spielt mit den Freunden aus seiner Klasse und ein paar Leuten aus der anderen Klasse Wahrheit oder Pflicht. Von lustigen Pflichten – wie Heiratsanträge machen – gab es auch eine Skandalpflicht: Praktikon sollte einem Jungen (nennen wir ihn Dave) einen Lapdance geben. Natürlich macht klein Praktikon das. Und Dave schaut klein Praktikon dabei direkt in die Augen – mit seinen wunderschönen, braunen Augen. Er entwickelt dabei einen dieser Dackelblicke, denen man(n) nur schwer widerstehen kann. Der Praktikon geht also mit seinem Gesicht ganz nah an das seine – und wieder weg. Das Spielchen wiederholt er noch ein Mal beim Tanzen. Wenn er mehr will, soll er zugreifen, aber zu weit gehen will klein Praktikon nicht. Und Praktikon macht das Spielchen noch ein drittes Mal – und das nächste woran Praktikon sich erinnern kann, ist die Zunge von Dave in seinem Mund. Und umgekehrt. Ein Gekicher geht im Raum herum. Kurze Zeit später springt Dave auf und geht eine Rauchen.

Nun, wären wir nur in der kleinen Runde von ein paar Freunden gewesen, wäre das nicht weiter schlimm. Leider waren wir im Gemeinschaftsraum wo nahezu alle Schüler beider Klassen waren… und der betreuende Lehrer (der das ganze eher locker sah und den Moment der Verwunderung nutzte seine Mitspieler bei einem Kartenspiel zu schlagen). Und wir waren übrigens in einem Haus, welches der Kirche gehörte. Wäre das nicht genug, meint Praktikon auch noch anhänglich zu werden. Erst kuschelt er sich leicht an Dave ran, was dieser erst noch entgegnet, bis er sich loslöst und plötzlich abhaut. Von Freunden, dem Alkohol und dem Gedanken daran, heute Nacht nicht alleine ins Bett zu müssen, geleitet folgte Praktikon kurze Zeit später in den Gebetsraum (welchen wir umgebaut hatten zu einer gemütlichen Lounge) wo es zu weiteren – sehr peinlichen – Annäherungsversuchen kam.

Erkenntnis des Abends:  „Du brauchst keine Angst vor mir haben“, ist kein guter Flirtspruch. Insbesondere wenn du mit Heten flirtest. Und ich muss öfters Mal wieder Flirten – eindeutig.

Aber ich kann froh sein, dass er keine Frau war. Sonst hätte ich sicher für einen – oder mehr – #Aufschrei gesorgt.

Getaggt mit , , , , , , ,

Barschichten sind toll!

Dieser Abend war von einer spontanen Schicht geprägt. Ich durfte mit meiner Chefin – eine sehr nette und kompetente Frau! – zusammen Arbeiten und hatte seit langem mal wieder fast nur Spaß. Gut ein Melon-Ingwer Spritz ging auf mich weil mir der Gast abgehauen ist (war aber nicht seine Schuld, ich hatte vergessen ihm mitzuteilen dass seine Gastgeberin nur alkoholfreie Getränke übernimmt… wer dum ist muss halt dafür gerade stehen). Aber auch sonst war es heute ein lektionsreicher und amüsanter Arbeitstag! Nicht nur, dass ich gelernt habe einen neuen Kaffeecocktail zu machen – neiiiin – ich habe gemerkt, ich werde besser! In einer Situation in der ich normalerweise  am Rad drehend und kreischend im Kreis gerannt wäre, bin ich ruhig geblieben und habe sogar alle Getränke in angemessener Zeit (>5 Minuten) hinbekommen.  Wenn man das jetzt mit einer erfahrenen Bardame wie Robin vergleicht wirkt das wie nichts, aber an etwas stressigeren Abenden (also alles was kein ruhiger Abend war :ugly:) war ich bisher immer einfach zu… durcheinander. Im ernst, das war wirklich motivierend! Aber dafür habe ich beim pouren gefailed – 1 von 3 war nicht maßgenau 😦

 

Und dann kam es auch noch zu dieser wunderbaren Situation:

Tollste-Chefin-Überhaupt: „Robert, da sind Gäste an der Theke, kannst du kurz, bitte?“ (Theke ist ihr Bereich gewesen)

Ich: „Japp, klar! Wunderschönen guten Abend!“

Gast 1: „Bonsoir!“

Gast 2: „Salut“

Freu! Ich konnte also mein Französisch wieder anwenden. Ich bin zwar übelst eingerostet, aber man hat gemerkt, dass den Gästen meine Mühe gefallen hat. Insbesondere der chinesischen Französin mit der ich deutsch-französisch gesprochen habe war erfreut, dass sie notfalls auch auf ihrer Muttersprache antworten konnte wenn sie das Deutsche Wort nicht kannte. Das lief dann in etwa so ab:

Ich: „Qu’est-ce que vous voulez boire?“

chinesische Französin (CF): „Ein Wasser bitte!“

Ich: „Mit oder ohne Sprudel? Mit Eis und Zitrone?“

CF: „Ähm… äh….“

Ich: „With gas? Ice and Lemon?“

CF: „San gas et avec glace mais non lemon, s’il vous plaît!“

Ich: „D’accord!“

CF: „Vielen Dank!“

Und die Lektion des Abends lautet: Ich muss abnehmen. Meine Arbeitshose wird eng :ugly:

Getaggt mit , , , , , , , , , , , , ,