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Trinkgeld des Tages

Analog zu Robin hab ich heute auch ein Rekord-Trinkgeld geschafft!

25 Cent. Yaaaaaaay 😉

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Wo genau bin ich nochmal gelandet..?

Aufgeregtes Geschwätz herrscht. Wir sind viele, denn heute sind alle Betten belegt. Der Mitarbeiterkaffee war auch schon einmal besser aber darüber lässt sich hinewegsehen.

„Station 3 bräuchte noch ein wenig Unterstützung!“, ruft eine Kollegin aus. Zwei Leute gehen gemütlich los richtig automatische Türe. Ich trage rosa, genauso wie fünf andere Leute, wieder andere Tragen burgunderrot, die nächsten blau, vier grün und eine handvoll schwarz. So lassen sich die einzelnen Abteilungen super auseinanderhalten.

„Miiilch, wo ist die miiiiilch… ohne krieg ich das nicht herunter!“, jammert jemand. Ebenfalls in Rosa. Johanna, eine Kollegin.

Plötzlich geht’s los. An jedem Gürtel leuchtet ein Lichtlein am Haustelefon auf, alle schnappen sich einen Wagen und rennen los. Jetzt muss alles schnell gehen, sobald das Signal kommt muss in 15 Minuten alles gelaufen sein, sonst wars das. Aus die Maus. Finito.  Tumult an den Türen, Wägen werden knapp. Einige tragen große Behältnisse in der Hand mit allerlei Dingen. Ein blau gekleideter junger Mann haut noch eine Packung Pflaster auf den Wagen vor sich.  Jeder Handgriff muss jetzt sitzen.

Was los war? Das war 2011, Dezember. So sah die „Pause“ bei meinem ersten großen Bankett aus. Alle Abteilungen versammelt und alle stets auf Abruf. Die Haustelefone wie Pieper am Gürtel. Rückblickend betrachtet könnte die Szene so ähnlich auch in einem Krankenhaus stattgefunden haben. Allgemein, hat der Dienst am Menschen und der Dienst am Gast doch einige parallelen. Ich sollte vielleicht mal die Branche wechseln?

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„Können Sie mir Zigaretten holen..?“

Ich arbeite ja als Aushilfe im Service eines Veranstaltungshotels. Ich arbeite wirklich gerne dort. Und ich glaube jeder der in der Gastronomie arbeitet kennt den folgenden Satz:

Können Sie mir nicht eine Packung Zigaretten holen?

Oder ebenfalls sehr schön und häufig gebraucht:

Möchten sie mir nicht eine Packung Zigaretten bringen?

Also wollen, tu‘ ich das schon einmal gar nicht. Und von unserer Direktion gibt es die Anweisungen, dass Zigaretten nur an der Bar verkauft werden dürfen – und ich bin Restaurant. Nicht Bar. Also nein, ich will, weder kann ich ihnen eine Packung bringen. Die meisten verstehen das auch, und fragen dann nach dem Weg zur Bar. So aber nicht ein Gast gestern, dessen Tisch ich gerade abräumte. „Und wen muss ich hier schmieren, dass man mir Zigaretten bringt?“ Ich antwortete weiterhin, die gibt es nur an der Bar, wenn er jedoch einen Barkeeper hier vorbeilaufen sieht könnte er ihn gerne Fragen ob er ihm eine Packung bringt. „Sie verstehen mich nicht, wen muss ich hier schmieren, dass man mir eine Packung Zigaretten bringt?“ Fragte er eindringlicher. Ich erklärte im weiterhin, dass es Zigaretten leider nur an der Bar gäbe und er sie bitte dort holen müsste. „Sie verstehen schon, was ich mit „schmieren“ meine?“, fragte er mich daraufhin. „Natürlich verstehe ich das, jedoch müssen sie sich ihre Zigaretten trotzdem an der Bar holen. Es tut mir Leid.“ Da ich gerade das letzte Glas von seinem Tisch nahm, schaute ich ihn lächelnd an und fragte ihn: „Haben sie sonst noch Wünsche? Möchten sie noch etwas bestellen?“ Er wollte nichts weiter. Aber zwei weitere Kollegen durften der selben Frage standhalten.

Versteht mich nicht Falsch, ich hätte ihm schon seine Zigaretten gebracht (man kommt im Laufe des Abends ja doch öfters mal an der Bar vorbei). Nur wenn es nicht einfach so wäre, dass wenn man einmal bei einer solchen Veranstaltung eine Ausnahme macht auf einmal alle wollen, dass man für sie eine Ausnahme macht. Und irgendwann ist man nur noch der Bimbo zum Zigaretten holen, und der nächste verlangt dann, dass man doch eine Ausnahme macht wie bei den anderen und ihm seine Kippen und seine Schachtel Hustenguttis vom Zimmer holt – denn immerhin muss ich dann ja nicht mal bis zur weiiiiit entfernten Bar laufen! (Aber in den 9. Stock und in seinem Zimmer die Schachtel suchen?? Nee danke.) Solche oder ganz andere Szenarien können sich daraus entwickeln. Außerdem ist die Anweisung von oben relativ strikt und da brauche ich mich als Aushilfe nicht zu widersetzen, da ist man doch mal schnell auf der Abschussliste.

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Trinkgeld im Supermarkt

Fünfünundneunzisch büdde

Strahlt mir eine meiner Lieblingskassiererinnen in meinem Stammedeka entgegen. Also dieser Laden ist jetzt nicht gerade mein Stammladen, auf Grund seines muffigen Gemüses, seiner horrenden Preise oder seiner fragwürdigen Lagerhaltung… aber das Personal, das macht irrsinnig viel davon wieder wett, denn sie beraten gerne mal fröhlich und kennen das (teils begrenzte) Sortiment fast auswendig. Und sind dann auch noch wahnsinnig nett. Und der Laden liegt auch noch perfekt um die Ecke von meinem Haus.

Nun, wie immer wenn ich einen guten Tag habe und nicht mit EC-Karte bezahle, gebe ich ihr die restlichen fünf Cent als Trinkgeld. Und kling landen sie in ihrem kleinen Glasbehälter neben der Kasse, wo sich schon einige 1 – 10 Eurocent Münzen angesammelt haben. Ganz am Anfang, als ich ihr das erste Mal Trinkgeld gab hat sie mir erklärt, dass Kleinvieh auch Mist macht und wenn ein paar Leute über den Tag verteilt ein paar kleine Münzen als Trinkgeld geben, kommt am Abend schon einmal eine leckere Packung Eis zusammen. Oder man kann sich von dem Geld nach einer Arbeitswoche am Sonntag einen gemütlichen Besuch im Lieblingskaffee leisten.

Und ich weiß nicht warum, aber irgendwie hat mich diese Erklärung von ihr gefreut. Vielleicht, weil es mal gezeigt hat, dass Trinkgeld nicht nur ein Teil der Rechnung ist die man zahlt, sondern direkt an den Mitarbeiter geht. Und neben dieser kleinen Wertschätzung seiner Arbeit, kann er sich dann auch noch was schönes davon gönnen.

Wo gebt ihr eigentlich überall Trinkgeld?

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